Dass Unternehmensberater im Mittelstand nicht immer den besten Ruf haben, ist für mich nichts neues. Als seriöser Unternehmensberater muss ich bei Mittelständler oft Vorbehalte ausräumen, die andere zu verantworten haben. Schließlich ist der Begriff des Unternehmensberaters nicht geschützt und so darf sich jeder so nennen – unabhängig von der (vorhandenen oder nicht vorhandenen) Qualifikation.
Abofalle vom Unternehmensberater?
Gestern erreichte mich ein Fax von Herrn Dietmar Voigt vom „Wirtschaftsbüro Voigt & Partner“. Mit auf dem Briefbogen steht noch „Unternehmensberatung für Mittelstand, Freiberufler und Gewerbetreibende“.
Der Inhalt des Faxes? Ich möge doch bitte meine Adresse bestätigen, damit man mir des Steuerrundschreiben zusenden könne. Ach ja – dort wo man normalerweise Angaben wie Adresse, Handelsregisternummer usw. erwartet, findet sich noch ein Hinweis: „Senden Sie mir bitte das 8-seitige Rundschreiben für die nächsten 24 Monate von Voigt & Partner für 39 € netto je Faxausgabe.“
Bei solchen Faxen kann ich nachvollziehen, dass man als Unternehmensberater im Mittelstand nicht gerade das höchste Ansehen genießt. Unverlangt zugesandte Faxwerbung und dann noch mit einer Abofalle. Und zum Thema Steuern, das ja bekanntlich in das Aufgabengebiet der Steuerberater fällt. Deren Berufsbezeichnung ist geschützt und daher haben Sie es etwas einfacher mit dem Image.
Woran Sie einen seriösen Unternehmensberater erkennen
Ein guter Unternehmensberater kann Ihnen bei der Unternehmensführung helfen. Er wird sich auf seine Kompetenzen konzentrieren und keine Steuer- oder Rechtsberatung anbieten. Dazu gibt es Steuerberater und Rechtsanwälte, die Ihre Sache in der Regel sehr gut machen.
Bei mir z.B. ist ein ausführliches Erstgespräch für meine Kunden unverbindlich und kostenlos. Es dient dazu herauszufinden, ob Unternehmer und Berater zusammenpassen. Inhaltlich und persönlich.
Ein seriöser Unternehmensberater wird sich auch nach einem Erstgespräch ein genaues Bild von Ihrem Unternehmen oder Ihrem Gründungsvorhaben machen müssen. Das bedeutet meist, tief ins Geschäftsmodell vorzudringen, sich intensiv mit Themen wie Strategie, Marketing, Liquidität, Finanzierung und Organisation auseinanderzusetzen. Das erfordert Zeit und Arbeit. Daher wäre ich bei Kollegen, die schon im Erstgespräch das Blaue vom Himmel versprechen, etwas vorsichtig. Skeptisch wäre ich ebenfalls, wenn ein Unternehmensberater erst einmal Vorkasse verlangen würde, ohne vorher Leistung gezeigt zu haben.
Ausbildung und Mitgliedschaften in Verbänden und Organisationen können ein Hinweis auf seriöses Arbeiten sein. Ich bin z.B. für Förderprogramme wie das Beratungsprogramm Wirtschaft NRW oder das Gründercoaching Deutschland gelistet. Vor der Freischaltung wird dort die Qualifikation geprüft. Darüber hinaus bin ich im Netzwerk der Gründerregion Aachen aktiv. Wichtig ist jedoch auch hier, dass Qualifikation und Mitgliedschaften nur ein Hinweis sein können und kein Garant für Qualifikation oder Seriosität sind. Letztlich liegt die Entscheidung bei Ihnen und Ihrer Menschenkenntnis.
Ihr (seriöser) Unternehmensberater aus Aachen
Markus Selders










Aus den von Ihnen genannten Gründen ist Kaltaquise deshalb heute zur Neukundengenerierung untauglich. Beziehungsmarketing bzw. Empfehlungsmarketing ist Erfolgsschlüssel Nr. 1 geworden. Überlegen Sie, wonach Sie heute Ihre Dienstleister aussuchen, etwa nach den gelben Seiten?