Blog des Aachener Unternehmensberaters Dr. Markus Selders. Er ist Geschäftsführer der Aachener Unternehmensberatung B&U Beraten und Umsetzen GmbH und berät den Mittelstand und Existenzgründer im Raum Aachen – Köln – Düsseldorf. Schwerpunkte sind Marketing, Strategie und E-Commerce.

Artikel-Schlagworte: „Strategie“

Unternehmensberatung im Handwerk – welche Ansatzpunkte gibt es?

Montag, 23. August 2010

„Handwerk hat goldenen Boden“, sagt ein altes Sprichwort. „Da braucht ein Handwerker doch keinen Unternehmensberater“, könnte man denken. Doch auch im Handwerk nimmt die Konkurrenz zu und so ist auch wirklich gute handwerkliche Arbeit kein Garant für wirtschaftlichen Erfolg mehr. Wie kann nun ein Unternehmensberater helfen, im Handwerk dauerhaft erfolgreich zu sein?

Das wichtigste vorweg: Es gibt keine Patentrezepte! Ein guter Unternehmensberater wird daher immer den jeweiligen Betrieb genau unter die Lupe nehmen und gemeinsam mit dem Handwerksmeister die Situation analysieren und individuelle Maßnahmen erarbeiten. Themen einer solchen Beratung können zum Beispiel Strategieentwicklung und Marketingberatung sein.

Strategieentwicklung im Handwerk

Strategieentwicklung ist weit weniger kompliziert als das Wort vermuten lässt. Im Grunde geht es darum festzulegen, wo man sich im Markt positionieren will und wie man diese Positionierung erreichen will. Also um Fragen wie:

  • Wer sind meine (Ziel-)Kunden?
  • Arbeite ich als Subunternehmer, für Gewerbekunden oder für Privatkunden? Wie sollte ggfs. ein Mix aus diesen Kundengruppen aussehen?
  • Wie positioniere ich mich preislich?
  • Habe ich Kostenvorteile, Technologievorteile oder ähnliches?

Solche und ähnliche Fragen sind für die meisten Unternehmer und Handwerker nicht aus dem Stand zu beantworten. Ein guter Unternehmensberater wird diese Fragen mit Ihnen gemeinsam beantworten und auch die wirtschaftlichen Chancen und Risiken der gewählten Strategie mit Ihnen beleuchten. Damit Sie ein klares Ziel haben, auf das Sie hinarbeiten können.

Marketingberatung im Handwerk

Wenn die Strategie steht, wird das Marketing erheblich einfacher. Man kann aus der Strategie ableiten, welche Kundengruppen man mit welchen Argumenten ansprechen will. Daraus lassen sich zielgruppengerechte Maßnahmen bilden und schließlich umsetzen. Natürlich sollten alle Marketingmaßnahmen in einen Budget- und Zeitplan integriert werden, damit Sie wissen, was Sie Ihr Marketing wann kosten wird.

Marketing ist immer eine Investition in zukünftigen Umsatz und Gewinn. Daher muss Ihr Marketing auch dann funktionieren, wenn Ihre Auftragsbücher gerade voll sind. Ein guter, umsetzungsorientierter Berater wird Ihnen hier zur Seite stehen, Sie langfristig begleiten und Ihnen damit Arbeit abnehmen. Damit Sie sich voll und ganz auf das konzentrieren können, was Sie am besten können.

Unternehmensberatung ist für Handwerker förderfähig

Haben Sie diese beiden kleinen Beispiele neugierig gemacht? Dann wird es Sie vielleicht auch interessieren, dass sich die meisten Beratungen von kleinen und mittelständischen Handwerksbetrieben mit mindestens 50% Zuschuss zum Beraterhonorar fördern lassen. Ein Erstgespräch ist darüber hinaus für Sie kostenlos und unverbindlich.

Am besten rufen Sie mich unter (0241) 435 59 38 und wir reden persönlich darüber.

Ihr Unternehmensberater aus Aachen

Markus Selders

Gründungen aus der Arbeitslosigkeit sind erfolgreicher als erwartet

Dienstag, 8. Juni 2010

„Notgründungen leben lange“ berichtet impulse.de heute und nimmt Bezug auf eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und des Instituts für die Zukunft der Arbeit (IZA). Demnach sind gut 70 Prozent aller Gründer, die mit Hilfen der Arbeitsagentur starteten, nach fünf Jahren noch am Markt – eine beachtliche Quote.

Nur wenige Gründungen aus der Arbeitslosigkeit sind reine Notgründungen

Nur zwölf Prozent sind sogenannte „reine Notgründungen“. 16 Prozent der Arbeitslosen werden ausschließlich von „positiven Gründungsmotiven“ geleitet – zum Beispiel durch die Entdeckung einer Marktlücke. Bei 72 Prozent aller Gründer aus der Arbeitslosigkeit spielt wenigstens ein positives Gründungsmotiv eine Rolle.

Forscher fordern mehr Marktorientierung

Die Forscher fordern die Arbeitsagenturen laut impulse.de auf, von angehenden Unternehmern mehr Konzentration auf den Markt zu verlangen – eine Einschätzung, die ich nur unterschreiben kann. Aus meiner Erfahrung heraus sind die Thema Marktstrategien und Marketing die größten Herausforderungen – sowohl vor als auch nach der Gründung.

Beratungszuschüsse nutzen

Darum empfehle ich allen Gründern, die staatlichen Angebote für die Beratungsförderung intensiv zu nutzen, um gemeinsam mit einem Fachmann an diesen wichtigen Themen zu arbeiten. Vor der Existenzgründung hilft das Beratungsprogramm Wirtschaft NRW. Im ersten Jahr nach der Gründung werden Gründer, die Gründungszuschuss oder Einstiegsgeld erhalten, mit dem Gründercoaching Deutschland sogar besonders gefördert: Sie erhalten 90% Zuschuss und müssen diesen auch nicht vorfinanzieren!

Nutzen Sie diese Angebote, damit auch Ihr Unternehmen in fünf Jahren gesund dasteht!

Ihr Unternehmensberater

Markus Selders

Marketing oder Werbung – wo ist denn da der Unterschied?

Dienstag, 1. Juni 2010

Diese oder ähnliche Fragen höre ich recht oft in Gesprächen mit Kunden oder Interessenten. Im allgemeinen Sprachgebrauch denkt man beim Stichwort Marketing sofort an Werbeagenturen und die verschiedenen Kommunikationsmaßnahmen wie Zeitungsanzeigen, Flyer, Websites usw.

Marketing ist eine Führungsaufgabe

Dabei ist Marketing viel mehr als Werbung. Ich sehe Marketing vor allem als Führungsaufgabe. Von den vielfältigen Marketingdefinitionen, die Sie bei Wikipedia nachlesen können, gefällt mir die Marketing-Definition von Meffert am besten. Er definiert Marketing als „bewusst marktorientierte Führung des gesamten Unternehmens“.

Marketing als Führungsaufgabe lässt sich nicht einfach delegieren

Besonders gut gefällt mir an dieser Definition, dass Sie das Thema Marketing dort hinbringt, wo es hingehört: An die Spitze des Unternehmens. Wenn Sie Marketing als Führungsaufgabe verstehen, wird schnell deutlich, dass es sich nicht einfach delegieren lässt.

Das ist auch der Grund, warum „entwerfen Sie doch mal schnell einen Flyer“ nicht funktioniert und warum seriöse Agenturen auf solche Anfragen nicht eingehen werden. Ähnliches gilt für viele andere Werbemittel, ob es nun eine Zeitungsanzeige oder eine Homepage aus dem Baukasten ist.

Marketing ist ein strategisches Thema

Zugegeben, bei dieser Sichtweise verschwimmt die Grenze zwischen Marketing und Strategie. Es kommen Fragen auf wie diese:

  • Welche Märkte oder Marktsegmente sollen bearbeitet werden?
  • Aus welchen Märkten ziehen Sie sich als Unternehmer langfristig besser zurück?
  • Welche Preisstrategie wollen wir verfolgen?

Marketing und Strategieberatung sind eng verwand

Aus diesen Fragen wird schnell deutlich, wie eng die Themen Marketing und Strategie miteinander verwandt sind. Dies ist einer der Gründe, warum wir sowohl Strategieberatung als auch Marketingberatung für unsere mittelständischen Kunden anbieten. Beides übrigens Themen, die sich durch attraktive Beratungszuschüsse fördern lassen.

Und wo bleibt nun die Werbung?

In dieser Sichtweise ist Werbung ein Bestandteil des Marketings. Sie nimmt einen wichtigen Platz ein, bleibt aber dem Marketing klar untergeordnet. Sie ist nur eins der Instrumente im Marketing-Mix, auf den ich in einem anderen Beitrag noch einmal detaillierter eingehen werde.

Ihr Unternehmensberater

Markus Selders

Kein Strategiewechsel im Mittelstand durch die Wirtschaftskrise

Freitag, 23. April 2010

Strategieberatung: Kein Strategiewechsel im Mittelstand

Laut der aktuellen Studie „Mittelstand in der Krise – Umsteuern für den Aufschwung?“ geben nur 38 Prozent der befragten Unternehmen an, ihre strategische Ausrichtung in der Krise grundlegend oder zumindest in wesentlichen Eckpunkten verändert zu haben. Gleichzeitig haben jedoch 66 Prozent der Unternehmen festgestellt, dass Ihre Kunden im Jahr 2009 preissensibler geworden sind. Stolze 83 Prozent der Unternehmen haben 2009 aggressive Preisstrategien bei ihren Wettbewerbern festgestellt.

Zurück zum Tagesgeschäft oder ruinöser Preiswettbewerb?

Angesichts dieser Zahlen stellt sich die Frage: Schafft es der Mittelstand, nach der Krise zum Tagesgeschäft zurückzukehren oder droht ihm eine Preisspirale nach unten? Zudem befürchte der Mittelstand, dass sowohl der Preiskampf auf Anbieterseite als auch die Preisempfindlichkeit auf der Seite der Kunden anhalten wird, so die Studie. Darüber hinaus bemerkt laut der Studie zudem jedes zweite Unternehmen ein größeres Qualitätsbewusstsein der Kunden sowie gestiegene Ansprüche an Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit der Produkte.

Die Zeichen stehen auf Veränderung

Offensichtlich hat ein Großteil der Unternehmen deutliche Veränderungen auf ihren Märkten bemerkt. Hinsichtlich des Preisbewusstseins ihrer Kunden erwarten die Unternehmen für 2011 zwar einen leichten Rückgang, in den Punkten „Qualität“ und „Nachhaltigkeit“ werden jedoch kaum Rückgänge erwartet. Bemerkenswert ist auch, dass mehr Unternehmen einen Rückgang des Preiskampfes auf Anbieterseite als bei der Preisempfindlichkeit der Kunden erwarten.

60 Prozent der Unternehmen erwarten einen Aufschwung im Jahr 2011. Und die Erwartungen zeigen auch, dass mit den Themen „Qualität“ und „Nachhaltigkeit“ durchaus noch Raum für Strategien jenseits des reinen Preiswettbewerbs ist. Doch nur für 38 Prozent der Mittelständler ist das Thema Strategie von Bedeutung.

Jetzt Strategien für die Zukunft entwickeln

Wie sieht es in Ihrem Unternehmen aus? Haben Sie Ihre Strategie und Ihre Positionierung am Markt schon überdacht? Wenn nicht, wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, das Thema anzugehen, um auf den erwarteten Aufschwung vorbereitet zu sein.

Ihr Unternehmensberater für den Mittelstand

Markus Selders

Weitere Informationen zum Beratungsangebot Strategieberatung für den Mittelstand.

Identifizieren Sie Ihre Gewinn- und Verlustbringer

Mittwoch, 6. Januar 2010

Mit dem 80/20-Prinzip und der ABC-Analyse Erfolgspotenziale heben. Ihr Unternehmensberater hilft!Wissen Sie genau, welche Produkte wie viel zu Ihrem Geschäftserfolg beitragen? Welche Kunden Ihnen Gewinn bringen und welche Ihnen vielleicht sogar Verluste bescheren? Wenn nein, sollten Sie weiterlesen.

Gewinn und Verlustbringer: Produkte und Kunden

Für die Suche nach Gewinn- und Verlustbringern in Ihrem Unternehmen gibt es zwei wichtige Quellen: Produkte und Kunden.

Die 80/20-Regel oder das Pareto-Optimum

20 Prozent aller Kunden bringen 80 Prozent des Umsatzes. Diese oder eine ähnliche Verteilung findet sich in den meisten Unternehmen. Gleiches gilt für die angebotenen Produkte. Auch hier sind meist nur wenige Artikel für den Großteil des Umsatzes verantwortlich.

Umsatz oder Deckungsbeitrag als Kriterium?

Doch ist der Umsatz überhaupt das richtige Kriterium für die Bewertung von Produkten und Kunden? Grundsätzlich bedeutet ein hoher Umsatz ja noch keinen hohen Gewinn. Hier ist der produkt- oder kundenbezogene Deckungsbeitrag als Bewertungskriterium deutlich präziser als der jeweilige Umsatz. Denn erst im Deckungsbeitrag werden die jeweiligen Kosten berücksichtigt.

Wichtig ist hier, dass nicht Gemeinkosten nach einem (meist willkürlichem) Schlüssel auf Produkte oder Kunden umgelegt werden. Vielmehr werden nur die Kosten betrachtet, die sich direkt einzelnen Produkten oder Kunden zuordnen lassen. Also z.B. die Werbekampagne zur Umsatzsteigerung eines bestimmten Produkts oder die Stunden, die die Vertriebler des Unternehmens beim jeweiligen Kunden verbracht haben. Abgezogen vom Produkt- oder Kundenumsatz ergibt sich daraus der Beitrag der einzelnen Produkte oder Kunden zur Deckung der Gemeinkosten, der Deckungsbeitrag.

Das Instrument ABC-Analyse

Die Gewinn- und Verlustbringer lassen sich am einfachsten per ABC-Analyse voneinander trennen. Dabei werden die Produkte oder Kunden im Idealfall nach dem Deckungsbeitrag im Betrachtungszeitraum in absteigender Reihenfolge sortiert. Alternativ kann zur Not auch der jeweilige Umsatz verwendet werden.

Auf diesem Weg zeigt sich meist schnell, dass nur wenige Kunden und Produkte große Deckungsbeiträge liefern. Das sind Ihre A-Kunden bzw. Ihre A-Produkte. B-Kunden oder B-Produkte liefern einen geringeren Deckungsbeitrag und C-Kunden bzw. C-Produkte nur noch einen marginalen Beitrag

Strategien zur Erfolgssteigerung

Welche Schlüsse lassen sich nun aus der Klassifizierung der Kunden bzw. Produkte herleiten? Viele Unternehmer handeln hier nach dem Prinzip des „verlorenen Sohns“ und versuchen mit Einsatz von Zeit und Geld aus schlechten Kunden oder Produkten bessere zu machen. Meist bleibt der Erfolg jedoch aus.

Erfolgversprechender ist es, mehr in die A-Produkte oder A-Kunden zu investieren, um ihren Deckungsbeitrag zu erhöhen. Wenn wirklich 20 Prozent Ihrer Kunden für 80 Prozent des Umsatzes bzw. Deckungsbeitrags verantwortlich sind, wirkt sich eine Umsatz- bzw. Deckungsbeitragssteigerung viermal so stark aus wie eine Steigerung des Umsatzes oder Deckungsbeitrags bei allen verbleibenden Kunden um den gleichen Prozentsatz!

Eine Ausnahme gibt es jedoch: Wenn die Ursache für den schwachen Deckungsbeitrag von Kunden oder Produkten darin besteht, dass Sie sich in einem neuen und zukunftsträchtigen Marktsegment oder Technologiefeld bewegen, sollten Sie hier am Ball bleiben. Die Investitionen in die Zukunft Ihres Unternehmens sollten Sie jedoch dennoch im Blick behalten und eine klare Obergrenze festlegen.

Holen Sie sich Hilfe

Auch wenn das 80/20-Prinzip und die ABC-Analyse recht einfach sind, steckt der Teufel häufig im Detail. Wenn Sie solche Analysen zum ersten Mal durchführen, empfehle ich auf jeden Fall externe Hilfe. Neben dem methodischen Know-how bringt ein guter Unternehmensberater auch einen unvoreingenommenen Blick auf Ihr Unternehmen in die Analyse mit ein. Und mit attraktiven staatlichen Zuschüssen zum Beratungshonorar lassen sich die Kosten für eine solche Beratung noch einmal deutlich senken.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit dem 80/20-Prinzip und der ABC-Analyse und helfe Ihnen gerne dabei, ihn zu erreichen.

Ihr Unternehmensberater

Markus Selders



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