Blog des Aachener Unternehmensberaters Dr. Markus Selders. Er ist Geschäftsführer der Aachener Unternehmensberatung B&U Beraten und Umsetzen GmbH und berät den Mittelstand und Existenzgründer im Raum Aachen – Köln – Düsseldorf. Schwerpunkte sind Marketing, Strategie und E-Commerce.

Artikel-Schlagworte: „Management“

Identifizieren Sie Ihre Gewinn- und Verlustbringer

Mittwoch, 6. Januar 2010

Mit dem 80/20-Prinzip und der ABC-Analyse Erfolgspotenziale heben. Ihr Unternehmensberater hilft!Wissen Sie genau, welche Produkte wie viel zu Ihrem Geschäftserfolg beitragen? Welche Kunden Ihnen Gewinn bringen und welche Ihnen vielleicht sogar Verluste bescheren? Wenn nein, sollten Sie weiterlesen.

Gewinn und Verlustbringer: Produkte und Kunden

Für die Suche nach Gewinn- und Verlustbringern in Ihrem Unternehmen gibt es zwei wichtige Quellen: Produkte und Kunden.

Die 80/20-Regel oder das Pareto-Optimum

20 Prozent aller Kunden bringen 80 Prozent des Umsatzes. Diese oder eine ähnliche Verteilung findet sich in den meisten Unternehmen. Gleiches gilt für die angebotenen Produkte. Auch hier sind meist nur wenige Artikel für den Großteil des Umsatzes verantwortlich.

Umsatz oder Deckungsbeitrag als Kriterium?

Doch ist der Umsatz überhaupt das richtige Kriterium für die Bewertung von Produkten und Kunden? Grundsätzlich bedeutet ein hoher Umsatz ja noch keinen hohen Gewinn. Hier ist der produkt- oder kundenbezogene Deckungsbeitrag als Bewertungskriterium deutlich präziser als der jeweilige Umsatz. Denn erst im Deckungsbeitrag werden die jeweiligen Kosten berücksichtigt.

Wichtig ist hier, dass nicht Gemeinkosten nach einem (meist willkürlichem) Schlüssel auf Produkte oder Kunden umgelegt werden. Vielmehr werden nur die Kosten betrachtet, die sich direkt einzelnen Produkten oder Kunden zuordnen lassen. Also z.B. die Werbekampagne zur Umsatzsteigerung eines bestimmten Produkts oder die Stunden, die die Vertriebler des Unternehmens beim jeweiligen Kunden verbracht haben. Abgezogen vom Produkt- oder Kundenumsatz ergibt sich daraus der Beitrag der einzelnen Produkte oder Kunden zur Deckung der Gemeinkosten, der Deckungsbeitrag.

Das Instrument ABC-Analyse

Die Gewinn- und Verlustbringer lassen sich am einfachsten per ABC-Analyse voneinander trennen. Dabei werden die Produkte oder Kunden im Idealfall nach dem Deckungsbeitrag im Betrachtungszeitraum in absteigender Reihenfolge sortiert. Alternativ kann zur Not auch der jeweilige Umsatz verwendet werden.

Auf diesem Weg zeigt sich meist schnell, dass nur wenige Kunden und Produkte große Deckungsbeiträge liefern. Das sind Ihre A-Kunden bzw. Ihre A-Produkte. B-Kunden oder B-Produkte liefern einen geringeren Deckungsbeitrag und C-Kunden bzw. C-Produkte nur noch einen marginalen Beitrag

Strategien zur Erfolgssteigerung

Welche Schlüsse lassen sich nun aus der Klassifizierung der Kunden bzw. Produkte herleiten? Viele Unternehmer handeln hier nach dem Prinzip des „verlorenen Sohns“ und versuchen mit Einsatz von Zeit und Geld aus schlechten Kunden oder Produkten bessere zu machen. Meist bleibt der Erfolg jedoch aus.

Erfolgversprechender ist es, mehr in die A-Produkte oder A-Kunden zu investieren, um ihren Deckungsbeitrag zu erhöhen. Wenn wirklich 20 Prozent Ihrer Kunden für 80 Prozent des Umsatzes bzw. Deckungsbeitrags verantwortlich sind, wirkt sich eine Umsatz- bzw. Deckungsbeitragssteigerung viermal so stark aus wie eine Steigerung des Umsatzes oder Deckungsbeitrags bei allen verbleibenden Kunden um den gleichen Prozentsatz!

Eine Ausnahme gibt es jedoch: Wenn die Ursache für den schwachen Deckungsbeitrag von Kunden oder Produkten darin besteht, dass Sie sich in einem neuen und zukunftsträchtigen Marktsegment oder Technologiefeld bewegen, sollten Sie hier am Ball bleiben. Die Investitionen in die Zukunft Ihres Unternehmens sollten Sie jedoch dennoch im Blick behalten und eine klare Obergrenze festlegen.

Holen Sie sich Hilfe

Auch wenn das 80/20-Prinzip und die ABC-Analyse recht einfach sind, steckt der Teufel häufig im Detail. Wenn Sie solche Analysen zum ersten Mal durchführen, empfehle ich auf jeden Fall externe Hilfe. Neben dem methodischen Know-how bringt ein guter Unternehmensberater auch einen unvoreingenommenen Blick auf Ihr Unternehmen in die Analyse mit ein. Und mit attraktiven staatlichen Zuschüssen zum Beratungshonorar lassen sich die Kosten für eine solche Beratung noch einmal deutlich senken.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit dem 80/20-Prinzip und der ABC-Analyse und helfe Ihnen gerne dabei, ihn zu erreichen.

Ihr Unternehmensberater

Markus Selders

Gute Vorsätze für Unternehmer

Montag, 28. Dezember 2009

Gute Vorsätze für 2010: Packen Sie an! Ein Unternehmensberater hilft dabei!Das Weihnachtsfest liegt hinter uns und der Jahreswechsel steht kurz bevor. In dieser Zeit machen sich die meisten von uns Gedanken über die guten Vorsätze fürs neue Jahr: Mehr Sport, gesünder essen, mit dem Rauchen aufhören oder einfach nur so bleiben, wie wir sind. Die meisten unserer guten Vorsätze liegen sicherlich zu Recht im persönlichen Bereich.

Vorsätze auf geschäftlicher Ebene

Bei den Unternehmern unter uns kommt eine weitere Ebene hinzu. Ende des Jahres wird hier im Wortsinn Bilanz gezogen und der geschäftliche Erfolg ermittelt. Gleichzeitig bietet die meist etwas ruhigere Zeit „zwischen den Jahren“ Gelegenheit, auch einmal über gute Vorsätze für das Unternehmen nachzudenken.

Fünf Vorschläge für das neue Jahr

Ich habe einmal fünf Vorschläge für gute Vorsätze gesammelt und möchte Ihnen diese als Anregung kurz vorstellen. Zu Beginn des neuen Jahres werde ich das Thema hier im Blog noch einmal aufgreifen und etwas detaillierter auf den einen oder anderen Vorschlag eingehen. Hier meine Vorschläge für das Jahr 2010:

  1. Umsatz, Kosten und Gewinn planen, um Abweichungen erkennen und handeln zu können.
  2. Gewinn- und Verlustbringer unter Ihren Produkten und Kunden identifizieren und die Schwerpunkte auf die Gewinnbringer setzen.
  3. Einen Marketing-Plan für 2010 erstellen, der nicht nur Zeit und Kosten Ihrer Aktionen beinhaltet, sondern vor allem auch die damit verfolgten Zielsetzungen.
  4. Die Möglichkeiten des Internets für Ihr Unternehmen ausloten und nutzen.
  5. Altbekannte Probleme endlich anpacken.

Sicherlich passen nicht alle Vorschläge auf jedes Unternehmen. Doch insbesondere der letzte Vorschlag ist eine Art „Universalvorschlag“. Kennen wir nicht alle Schwachstellen in unserem Unternehmen, die wir schon lange verbessern wollten? Nutzen wir den Elan, den wir zu Beginn des Jahres haben, um diese Aufgaben endlich anzugehen.

Ihr Unternehmensberater

Markus Selders

Arbeiten Sie an Ihrem Unternehmen, nicht in Ihrem Unternehmen

Freitag, 24. Juli 2009

Viele Jungunternehmer verwechseln „selbständig” mit „selbst und ständig”. Natürlich kann sich nicht jeder Jungunternehmer gleich einen großen Mitarbeiterstab leisten, der alle Arbeiten für ihn erledigt. Dennoch sollten Sie von Anfang an bei allen Aufgaben überlegen, ob Sie sie zwingend selbst erledigen müssen oder ob jemand anders das besser und/oder billiger kann.

Sie sind der Trainer und nicht der Ersatzspieler

Wenn Sie in Ihrem Unternehmen Mitarbeiter beschäftigen, sollten Sie diese Regel unbedingt beachten. Es darf auf Dauer nicht Ihre Aufgabe sein, Fehler und Lücken Ihrer Mitarbeiter auszubügeln.

Vielmehr müssen Sie sich bei allen auftretenden Problem die Frage stellen, wie sie hätten verhindert werden können. Ihre Aufgabe besteht darin, Ihre Mitarbeiter so zu führen, dass sie möglichst wenig Fehler machen. Dazu zählt auch, dass Sie Prozesse und Abläufe festlegen, die die Wahrscheinlichkeit von Fehlern minimieren.

Als Trainer geben Sie sich mit dem einmal erreichten natürlich nicht zufrieden. Sie arbeiten gemeinsam mit Ihrer Mannschaft daran, ständig besser zu werden und die einmal aufgestellten Prozesse und Regeln permanent zu verbessern.

Sie sind Geschäftsmann bzw. Geschäftsfrau

Egal in welcher Branche Sie arbeiten, ob Sie etwas produzieren oder eine Dienstleistung anbieten – die korrekte Ausführung der Arbeiten ist nur die halbe Miete. Als Geschäftsmann oder Geschäftsfrau müssen Sie immer Ihre Zahlen im Blick haben.

Dazu müssen Sie nicht nur Ihre Betriebswirtschaftlichen Auswertungen (BWAs) kennen, sondern auch einen Business-Plan haben, mit denen Sie sie vergleichen können. Nur so können Sie entscheiden, ob Sie erfolgreich waren oder nicht. Um im Bild des Trainers zu bleiben: So erkennen Sie den Leistungsstand und können die nötigen Trainingsmaßnahmen festlegen, um Ihre Ziele zu erreichen.

Holen Sie sich Hilfe

Wenn Sie das Gefühl haben, eher Aushilfsspieler als Trainer zu sein, holen Sie sich Hilfe. Ein Unternehmensberater kann Ihnen helfen, einen objektiven Blick auf die betriebswirtschaftlichen Aspekte Ihres Unternehmens zu bekommen. Gemeinsam mit Ihnen kann er Schwachstellen aufdecken und Verbesserungen erarbeiten. Denn am Ende zählt, was unter dem Strich herauskommt: Ihr Gewinn.

Ihr Berater für Jungunternehmer

Markus Selders

Wenn Sie einen Hammer haben, sieht jedes Problem wie ein Nagel aus!

Mittwoch, 8. Juli 2009

Im Management wird oft das falsche Werkzeug gewähltMit dem Hammer eine Schraube bearbeiten? Darauf käme kein Handwerker. Im Management sieht es jedoch oft anders aus. Hier werden vielfach die falschen Werkzeuge zur Problemlösung eingesetzt. Die üblichen Verdächtigen sind Management-Moden und Software.

Moden kommen und gehen – auch im Management

Von Management-Trends lebt eine ganze Industrie. Management-Zeitschriften steigern Ihre Auflagen nur mit immer wieder aktuellen Themen. Unternehmens- oder Managementberater akquirieren mit neuen Methoden Beratungsprojekte. Und innovative Unternehmer sind bei der Führung ihres Unternehmens bestrebt, stets auf dem neuesten Stand zu sein.

Nun ist Fortschritt im Management nichts Schlechtes – ganz im Gegenteil. Viele dieser neuen Methoden mit den toll klingenden Namen lassen sich bei näherer Betrachtung jedoch als alter Wein in neuen Schläuchen entlarven. Und selbst für die tatsächlichen Innovationen gilt: Nur weil es ein neues Werkzeugt gibt, passt dies noch längst nicht auf alle Probleme.

Software verbessert Prozesse nicht, sie macht sie nur schneller

Gleiches gilt für die Einführung von Software. Immer neue Funktionen bieten die Hersteller an, um neue Versionen zu verkaufen und mehr Kunden zu gewinnen. Doch gerade bei der Einführung von betriebswirtschaftlicher Software bei kleinen und mittelständischen Unternehmen werden hier viele Fehler gemacht.

Hier wird die fachliche Einrichtung der Software oft übersehen oder unterschätzt. Sie erfordert betriebswirtschaftliches Know-how und Prozesskenntnisse. Meist ist sie um ein vielfaches aufwändiger als die technische Installation und macht oftmals den größten Posten bei der Software-Einführung aus. Gleichzeitig bietet es sich dabei an, die vorhandenen Abläufe auf den Prüfstand zu stellen und – auch unter Berücksichtigung der neuen Möglichkeiten – zu verbessern.

Tipps, damit Sie die richtigen Werkzeuge wählen

  • Analysieren Sie Ihr Problem, bevor Sie das Werkzeug auswählen. So banal es klingt: Nur wenn Sie Ihr Problem genau kennen, können Sie die richtige Lösung finden.
  • Lassen Sie sich nicht von Modeworten und Anglizismen blenden. Fragen Sie so lange nach, bis Sie verstanden haben, worum es geht. Wenn Sie merken, dass Ihr Berater hier ins Schwimmen gerät, ist er wahrscheinlich nicht der richtige für Ihr Problem.
  • Viele Modebegriffe im Management sind nicht geschützt oder allgemeingültig definiert. Manchmal erhalten Sie bei drei Personen auch drei unterschiedliche Definitionen zu ein und demselben Begriff.
  • Prüfen Sie erst, wie Sie Ihre Abläufe verbessern können und wollen, bevor Sie eine Software auswählen und einführen.
  • Planen Sie ausreichend Zeit und Budget für die fachliche Einrichtung Ihrer kaufmännischen Software. Holen Sie sich dazu die richtige Unterstützung. Allein zu wissen, wie die Software technisch funktioniert, reicht nicht aus. Betriebswirtschaftliche Kenntnisse sind hier Pflicht.

Diese Tipps werden Ihnen helfen, den richtigen Partner für die Lösung Ihrer Problemstellungen zu finden. Einen Partner, der nicht nur in seinen Spezialgebieten gut ist, sondern stets das „große Ganze” im Blick behält.

Ihr Unternehmensberater

Markus Selders



Telefon (0241) 435 59 38
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