Interview mit einem gescheiterten Existenzgründer

FOCUS Online berichtet unter dem Titel „Vom Gründer zum Hartz-IV-Empfänger“ heute über Sascha Suden, der die Geschichte seines Scheiterns nun in einem Buch vermarktet. Im Interview erzählt der mit einem Einzelhandelsgeschäft für Blumen, Möbel und Accessoires in Berlin gescheiterte Existenzgründer über die Gründe für den Misserfolg. Dabei sind einige Punkte, die ich aus meiner Beratungspraxis als „typische Fehler“ bezeichnen würde.

Fehler Leichtgläubigkeit und übertriebene Euphorie

Eine positive Einstellung zur Selbständigkeit ist wichtig und für den Erfolg unabdingbar. Damit geht immer einer gewisse Euphorie einher. Dennoch sollten Sie als Existenzgründer nie die Risiken außer Acht lassen und unbedingt die kaufmännische Seite genau durchrechnen. Auch und gerade dann, wenn Sie eher der kreative Typ sind. Als Unternehmer sind Sie für alle kaufmännischen Entscheidung alleine verantwortlich.

Seien Sie deshalb stets kritisch. Gegenüber Ihren eigenen Ideen und vor allem gegenüber den Angeboten, die Sie erhalten. Es kling banal, aber unterschreiben Sie niemals etwas, dass nicht gelesen oder vollständig verstanden haben!

Fehler bei der Finanzierungs- und Kapitalbedarfsplanung

Liquidität ist oberstes Gebot! Als Unternehmer müssen Sie jederzeit in der Lage sein, Ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Dabei unterscheidet sich die Liquiditätssituation eines Unternehmens manchmal deutlich von der Ertragslage.

Sollte Ihnen das jetzt kompliziert erscheinen, lassen Sie sich beraten. Und verlangen Sie von Ihrem Berater, dass er Ihnen den Unterschied erklärt. Schließlich hängt Ihre Existenz davon ab, nicht die Ihres Beraters.

Zu geringe Liquiditätspolster

Wenn Ihr Businessplan von Anfang an „auf Kante genäht“ ist und Sie keine Liquiditätspolster eingeplant haben, überdenken Sie Ihr vorhaben noch einmal. Herr Suden hat recht, wenn er im Interview jedem Gründer empfiehlt, seinen Lebensunterhalt mindestens ein halbes Jahr ohne Entnahmen aus dem Unternehmen finanzieren zu können. Ich kann ihm nur zustimmen, mit Fehlern die an dieser Stelle gemacht werden, beginnt für viele Jungunternehmer die Krise bereits mit der Existenzgründung.

Holen Sie sich professionelle Hilfe

Sie wollen Ihren Kunden ein professionelles Produkt oder eine professionelle Dienstleistung anbieten? Sie sind gut in der Sache, haben aber noch keine unternehmerische Erfahrung? Dann empfehle ich Ihnen, auf jeden Fall professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Mit den Beratungszuschüssen aus den Förderprogrammen für Existenzgründer und Jungunternehmer ist diese professionelle Hilfe sicher günstiger als Sie denken. Und auf jeden Fall günstiger als die Folgen von unprofessionellem Handeln.

Lassen Sie uns darüber sprechen, ich unterstütze Sie gerne! Sie erreichen mich unter: (0241) 435 59 38 oder Markus.Selders@beraten-und-umsetzen.de

Ihr Unternehmensberater in Aachen

Markus Selders

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Frühzeitig planen, damit es nicht zum Liquiditätsengpass kommt

Wie sieht Ihre Liquidität in sechs Monaten aus? Wie lange reichen Ihre liquiden Mittel, wenn keine Einnahmen mehr fließen würden? Welche (vorhersehbare und unvorhersehbare) Zahlungen können Sie ohne größere Probleme wegstecken?

Fehlende Planung ist die häufigste Ursache für Liquiditätsengpässe

Wenn Sie auf diese Fragen keine Antworten kennen, stehen Sie nicht alleine da. Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass viele kleine und mittelständische Unternehmen das Thema Liquiditätsmanagement vernachlässigen. Dennoch ist genau die fehlende Transparenz über die Liquiditätsentwicklung eine häufige Ursache für ernsthafte Probleme.

Alarmsignal für einen drohenden Liquiditätsengpass: Das ständig überzogene Konto

Ein typisches Alarmsignal für einen drohenden Liquiditätsengpass ist ein ständig ausgeschöpfter Kontokorrentrahmen auf dem Geschäftsgirokonto. In der Praxis steht das Geschäftsgirokonto in vielen Betrieben übers Jahr gesehen mehr im Minus als im Plus. Oftmals wird ein Guthaben sofort wieder investiert.

Liquiditätsreserven schützen vor Engpässen

Dabei sollte ein gesundes Unternehmen über ausreichende Liquiditätsreserven verfügen, um auch unvorhergesehene Ereignisse oder eine – vorübergehende – Flaute problemlos zu überstehen, ohne dass es zu Engpässen kommt.

Liquidität macht frei

Wenn Sie bei einem Liquiditätsengpass zu Ihrer Hausbank müssen, ist Ihre Verhandlungsposition eher schlecht. Wenn Sie eine neue Investition tätigen wollen und über ausreichend liquide Mittel verfügen, ist Ihre Position deutlich besser. Und auch bei Ihren Lieferanten sind Sie mit Geld auf dem Konto in einer guten Verhandlungsposition. Da dort die Liquidität ebenfalls ein Thema ist, können Sie unter Umständen gute Rabatte aushandeln, wenn Sie sofort zahlen können.

Die Liquiditätsplanung

Zu Beginn der Liquiditätsplanung steht eine Analyse Ihrer aktuellen Situation. Sind liquide Mittel unnötig lange z.B. im Warenlager gebunden? Wie sind die Zahlungsziele bei Kunden und Lieferanten? Werden Sie eingehalten?

Nach der Bestandsaufnahme werden die Zahlen für die Zukunft geplant. Wie werden sich Umsätze, Mitarbeiterzahlen und andere laufenden Kosten entwickeln? Welche Auswirkungen hat das auf die Zahlungsströme im Unternehmen? Stehen Investitionen an? Wie werden diese finanziert?

Ergebnis der Planung ist ein Liquiditätsplan, der deutlich zeigt, ob zu jedem Zeitpunkt ausreichend liquide Mittel vorhanden sind. Idealerweise enthält er darüber hinaus verschiedene Szenarien, damit auch bei schlechter Geschäftsentwicklung kein Liquiditätsengpass entsteht.

Unterstützung bei der Liquiditätsplanung

Wenn Sie bei der Erstellung Ihrer Liquiditätsplanung Hilfe benötigen, rufen Sie mich unter (0241) 435 59 38 an. Ich unterstütze Sie gerne!

Ihr Unternehmensberater aus Aachen

Markus Selders

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Bruttoinlandsprodukt mit Rekordzuwachs – sind Sie dabei?

Der Aufschwung kommt. Unternehmensberater aus Aachen helfen Ihnen, daran teilzuhabenDas Statistische Bundesamt meldet heute, dass das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal einen Rekordzuwachs von 2,2 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal verzeichnet. Das ist eine gute Nachricht, aber sicherlich kein Grund, sich nun entspannt zurückzulehnen.

Den Aufschwung erarbeiten

Auch wenn der Aufschwung die für viele Unternehmen sehr schwierige Situation des letzten Jahres nun etwas abmildert, aus Sicht des einzelnen Unternehmens ist ein gesamtwirtschaftlicher Aufschwung noch kein Garant für individuellen Erfolg. Dieser hängt noch von vielen weiteren Faktoren ab.

Wie sind Sie im Wettbewerb aufgestellt?

Wenn Konsumenten mehr kaufen oder Dienstleistungen beauftragen, tun sie das bei dem Anbieter, der Ihre Bedürfnisse am besten erfüllt. Dazu müssen Sie den Anbieter am Markt erst einmal wahrnehmen. Viele Unternehmen haben in der Krise auch am Marketing gespart. Wenn sie diesen Sparkurs beibehalten, kann es passieren, dass der Aufschwung nun an ihnen vorbeizieht. Weil andere hier besser aufgestellt sind.

Wie wirkt sich der Aufschwung auf die Finanzierung aus?

Aufschwung bedeutet Aufträge. Und die müssen häufig vorfinanziert werden. Dies bedeutet, dass der Liquiditätsbedarf steigt. Viele Liquiditätspolster sind jedoch durch das letzte Jahr weitgehend aufgezehrt. Hier gilt es, den Engpass frühzeitig zu erkennen um rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Haben Sie den Aufschwung bemerkt?

Wenn der Aufschwung des letzten Quartals an Ihnen vorbei gegangen ist, sollten Sie sich Gedanken machen. Stimmt mein Waren- und Leistungsangebot? Spreche ich die richtigen Zielgruppen an? Investiere ich genug in Marketing und mache ich die richtigen Marketingmaßnahmen?

Lassen Sie uns diese Punkte gemeinsam anpacken! Damit der Aufschwung auch bei Ihnen ankommt.

Ihr Unternehmensberater aus Aachen

Markus Selders

Weitere Statistiken und Prognosen zum Bruttoinlandsprodukt

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KfW senkt die Zinsen bei geförderten Krediten

In Ihrer heutigen Pressemitteilung kündigt die KfW eine Zinssenkung „in den meisten ERP- und KfW-Förderprogrammen zum 11. Mai 2010 an. Laut KfW ist dies bereits die dritte Zinssenkung in diesem Jahr.

Finanzierungsmöglichkeiten für kleine und mittelständische Unternehmen

Die Förderprogramme der KfW bieten viele Finanzierungsmöglichkeiten für kleine und mittelständische Unternehmen. Auch Existenzgründer, die beabsichtigen ein Unternehmen zu gründen oder zu übernehmen profitieren von den Finanzierungsmöglichkeiten der KfW.

Für Kredite gilt das Hausbankprinzip

Für die von der KfW geförderten Kredite gilt das Hausbankprinzip. Das bedeutet nicht, dass zu der Bank bereits eine Beziehung bestehen muss, sondern dass die Kredite über eine Geschäftsbank wie z.B. eine Sparkasse, eine Volksbank oder eine private Bank beantragt werden müssen. Eine direkte Beantragung von Krediten bei der KfW ist nicht möglich.

Die Vorbereitung entscheidet bei der Finanzierung über den Erfolg

Die ausgewählte Geschäftsbank prüft die Kreditanträge zunächst intern, bevor sie sie an die KfW weiterleitet. KfW-Förderkredite sind somit nicht für spontane Kreditanfragen geeignet, da der Antrag gleich zweimal geprüft werden muss.

Für Ihre Vorbereitung bedeutet das vor allem:

  • Planen Sie Ihren Kapitalbedarf frühzeitig und langfristig.
  • Planen Sie lieber etwas zu großzügig als zu knapp. So vermeiden Sie Nachfinanzierungen, wenn sich Ihr Geschäft nicht ganz wie erwartet entwickelt.
  • Planen Sie sorgfältig und erstellen Sie überzeugende Unterlagen, die nicht nur Ihren Kapitalbedarf deutlich machen, sondern aus denen auch hervor geht, wie Sie Ihr Vorhaben zum Erfolg führen möchten.

Ihr Unternehmensberater

Markus Selders

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KfW befürchtet weitere Verschärfung bei der Kreditvergabe

Krediklemme - müssen die Banken den Geldhahn zudrehen?In Ihrer Presseerklärung vom 12. April 2010 weist die KfW Bankengruppe auf die Gefahr einer Verschärfung der Probleme bei der Kreditversorgung im laufenden Jahr 2010 hin. Die Ursache sieht sie dabei vor allem in der schwachen Eigenkapitalsituation der Banken.

Kreditfinanzierung wird für Unternehmen schwerer

Behält die KfW mit dieser Prognose recht, wird es für alle Unternehmen schwerer, bei ihrer Hausbank Kredite zu bekommen. Sicher sind Ihre Wettbewerber davon genauso betroffen wie Ihr Unternehmen – doch wollen Sie sich damit trösten?

Verknappung von Krediten erhöht den Wettbewerb

Wenn das Angebot an Krediten zurückgeht, wird sich der Wettbewerb um die Kreditfinanzierungen erhöhen. Im Ergebnis werden nur Unternehmen mit einem guten Ranking, einer guten Bonität und überzeugenden Konzepten zum Zuge kommen.

5 Tipps, damit Sie im „Kreditwettbewerb“ bestehen

Hier einige Tipps, damit Sie auch bei einer zurückhaltenden Kreditvergabe der Banken liquide bleiben und Ihr Wachstum finanzieren können:

  • Bringen Sie Ihr Controlling auf den aktuellen Stand. So haben Sie jederzeit den Überblick über Ihre Finanzlage und können auch bei Ihrer Bank mit aktuellen Zahlen punkten.
  • Erstellen Sie mindestens eine 3-Jahres-Planung hinsichtlich Rentabilität und Liquidität. Auch diese Planung hilft Ihnen sowohl für Ihr Unternehmen als auch für Ihr Bankgespräch.
  • Rechnen Sie mit deutlich längeren Bearbeitungszeiten Ihrer Kreditanträge. Möglicherweise lassen sich bestimmte Vorhaben nur noch mit öffentlich geförderten Krediten finanzieren. Hier sind dann mehrere Stellen im Spiel, die teilweise nacheinander ihr OK geben müssen.
  • Planen Sie Ihre Investitionen langfristig und beachten Sie die goldene Bilanzregel: Langfristige Investitionen müssen langfristig finanziert werden. Überprüfen Sie auch Ihre momentane Finanzierungsstruktur unter diesem Aspekt.
  • Planen Sie einen ausreichenden Liquiditätspuffer!

Ihr Unternehmensberater

Markus Selders

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