Existenzgründer müssen vor Enthusiasmus sprühen, in Ihrem Unternehmen voll aufgehen und bereit sein, rund um die Uhr zur arbeiten, um mit Ihrem Unternehmen etwas aufzubauen. Dies ist eine häufig anzutreffende Einstellung, nicht nur bei Existenzgründern. Eine andere Sichtweise zielt auf die Freiheiten eines Unternehmers ab. Die freie Wahl von Arbeitszeit und -ort und viele andere Vorteile für den Gründer treten in den Vordergrund, die finanziellen Aspekte werden hinten angestellt.
Wie viel Idealismus braucht eine Existenzgründung?
Im Grunde sind beide Sichtweisen nicht falsch. Wer als Existenzgründer nicht bereit ist, für seine Idee und sein Unternehmen zu kämpfen und dabei auch mal deutlich mehr als acht Stunden am Tag zu arbeiten, wird es als Selbständiger schwer haben. Wer sich für sein Produkt oder seine Dienstleistung nicht begeistern kann, wird sicherlich auf Dauer Probleme haben, die nötige Motivation aufzubringen, um das Unternehmen weiter voranzubringen.
Die Freiheiten, die ein Unternehmer genießt, sind ebenfalls ein legitimes Argument für den Schritt in die Selbständigkeit. Das Gefühl unabhängig von seinem Chef zu sein und eigenverantwortlich handeln zu können, gehört ebenfalls dazu.
Pures Gewinnstreben allein reicht meist nicht für eine erfolgreiche Existenzgründung. Die ideellen Motive spielen sicher eine ebenso große Rolle. Fehlen sie komplett, sollten Sie sich als Existenzgründer den Schritt in die Selbständigkeit noch einmal reiflich überlegen.
Wie viel Idealismus verträgt eine Existenzgründung?
Doch wie so oft gibt es auch beim Idealismus zu viel des Guten. Eine Existenzgründung rein aus Idealismus und ohne finanzielle Ziele ist meist zum Scheitern verurteilt. „Ich möchte mit meiner Selbständigkeit ja gar nicht reich werden“, höre ich gelegentlich von Existenzgründern. Die Aussicht, sich selbst zu verwirklichen oder Freiheiten eines Unternehmers genießen zu können, lässt die finanziellen Aspekte in den Hintergrund treten. Im Bereich sozialer Dienste kommt häufig noch das Bedürfnis hinzu, den eigenen Kunden oder Klienten helfen zu können.
Bei all diesen idealistischen Zielen dürfen Sie als Existenzgründer jedoch nie vergessen, dass Sie von Ihrem Unternehmen leben müssen. Und ich meine hier tatsächlich leben und nicht nur „überleben“. Dazu reicht es in der Regel nicht, wenn am Ende vom Monat das übrig bleibt, was Sie jetzt als Angestellter verdienen. Vor allem dann nicht, wenn Sie für die Gründung einen Kredit aufnehmen – und zurückzahlen – müssen.
Als Selbständiger müssen Sie für viele Fälle mehr Vorsorge treffen als ein Angestellter. Altersvorsorge, Krankenversicherung, Absicherung Ihrer Arbeitskraft – für all das sind Sie vollkommen alleine verantwortlich. Dazu müssen Sie mittelfristig auch an ein Polster für schlechtere Zeiten denken, sonst steht Ihre Existenz dauerhaft auf wackeligen Füßen. Dies hat die aktuelle Finanzkrise eindrucksvoll gezeigt.  Und schlussendlich sollten auch das eingesetzte Eigenkapital und die aufgewendete Arbeitskraft angemessen vergütet werden können.
Ein Unternehmensberater kann bei der richtigen Mischung von Idealismus und Finanzen helfen
Doch wie schafft man es als Existenzgründer, nicht nur die ideellen sondern auch die wirtschaftlichen Aspekte der Gründung zu betrachten? Ein guter Unternehmensberater hat einen objektiven Blick auf die wirtschaftlichen Aspekte Ihres Gründungsvorhabens. Er wird Ihren Blick auf die Zahlen lenken und beispielsweise mit Ihnen durchrechnen, wie viele Produkte oder Dienstleistungsstunden Sie verkaufen müssen, damit Ihre Existenzgründung tragfähig ist.
Dabei steht Ihnen ein guter Unternehmensberater sowohl vor als auch nach der Gründung zur Seite. Und in den meisten Fällen lassen sich die Kosten dafür sogar staatlich bezuschussen:
Ihr Unternehmensberater für Existenzgründungen im Raum Aachen – Köln – Düsseldorf
Markus Selders