Selbständig oder Unternehmer?

„Morgen selbständig, übermorgen reich!“ titelt ein Artikel bei Spiegel Online zum Thema Existenzgründung. Dass diese Erwartung nicht realistisch ist, wird deutlich geschildert. In vielerlei Hinsicht stimme ich der Autorin zu. Zum Beispiel was das Thema Anlaufkosten und Anfangsverluste angeht. Hier kalkulieren viele Existenzgründer zu optimistisch.

Selbstständig heißt selbst und ständig?

Zugegeben, der Artikel beleuchtet das Thema Existenzgründung aus der freiberuflichen Perspektive. Diese hat oftmals eine große Parallele zum Angestelltenverhältnis: Man verkauft Arbeitszeit gegen Geld. Als Unternehmens- und Existenzgründungsberater ist mir diese Situation nicht unbekannt. Dennoch muss man nicht alles selbst machen. Viele Dinge können andere besser, schneller oder günstiger. Häufig sogar besser, schneller und günstiger.

Ziel des Selbständigen scheint es also zu sein, mit seiner Arbeitskraft möglichst ein gutes Einkommen zu erzielen. Meist indem er vorwiegend das tut, was er vorher in der Ausbildung oder als Angestellter gelernt hat. Dieser Ansatz hat seine Berechtigung, führt aber wie im Artikel geschildert meist nicht zu einem deutlich besseren Einkommen und zu einer großen zeitlichen Abhängigkeit vom (selbständigen) Job.

Der Unternehmer erschafft ein Unternehmen

Im Gegensatz dazu erschafft der Unternehmer ein Unternehmen. Ein Unternehmen, das im Idealfall und nach der Anlaufphase auch dann Umsatz und Gewinn erwirtschaftet, wenn der Chef krank oder im Urlaub ist. Dazu werden häufig Fähigkeiten benötigt, die in der Fachausbildung meist nicht vermittelt werden. Alleinstellungsmerkmale müssen definiert, Marken positioniert, Abläufe festgelegt und Verantwortlichkeiten delegiert werden.

Zugegeben, dies funktioniert sicher nicht in jeder Branche und nicht immer gleich am Anfang. Langfristig gesehen geht an diesen Punkten aber kein Weg vorbei, wenn ein Unternehmen mit einem eigenen Wert unabhängig von der reinen Arbeitskraft des Unternehmers geschaffen werden soll.

Arbeiten Sie an Ihrem Unternehmen, nicht in Ihrem Unternehmen

Die Arbeit am Unternehmen wird im Tagesgeschäft häufig vernachlässigt. Schon bei der Gründung sollte dafür im Idealfall Zeit und Budget eingeplant werden. Als Investition in die Zukunft.

Die Entwicklung eines nachhaltig tragfähigen Geschäftsmodells ist eine herausfordernde Aufgabe. Meist funktioniert dies nicht alleine im stillen Kämmerlein. Hier kann ein kompetenter Berater moderierend helfen und durch die richtigen Fragen das (zukünftige) Unternehmen gemeinsam mit Ihnen auf eine solide Basis stellen. Meist lässt sich das Honorar staatlich bezuschussen. So werden die Kosten geringer als Sie vielleicht denken.

Habe ich Ihr Interesse geweckt? Dann freue ich mich über Ihren Anruf (0241-4355938) oder über Ihre E-Mail (Markus.Selders@beraten-und-umsetzen.de).

Ihr Berater für die Unternehmensgründung

Markus Selders

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Gründercoaching Deutschland der KfW – einfacheres Antragsverfahren seit dem 1. April 2011

Seit dem ersten April hat die KfW das Antragsverfahren für das Gründercoaching Deutschland geändert. Frisch gebackene Unternehmer haben es damit nun erheblich leichter, in den Genuss der Förderung zu kommen.

Das ist neu beim Gründercoaching Deutschland

Der Gründercoach (Berater) und das Beratungshonorar werden gleich im Antrag mit angegeben.

Die Beratungsinhalte werden ebenfalls im Antrag verbindlich festgelegt.

Der Coaching-Vertrag muss dafür nicht mehr eingereicht werden.

Nach Abschluss des Coachings muss nur noch ein kurzer Verwendungsnachweis erbracht werden. Der Coachingbericht muss aufbewahrt und nur noch auf Verlangen vorgelegt werden.

Die Zulassungskriterien für Berater, die in der KfW-Beraterbörse für das Gründercoaching freigeschaltet werden möchten, werden schärfer. Dies bedeutet sicher mehr Qualität für die Antragsteller.

Das bleibt gleich im Gründercoaching Deutschland

Zuschuss von 50% zum Coaching-Honorar innerhalb der ersten fünf Jahre nach der Gründung (maximaler Zuschuss 3.000 €)

Zuschuss von 90% zum Coaching-Honorar bei Gründungen aus der Arbeitslosigkeit im ersten Jahr nach der Gründung (maximaler Zuschuss 3.600 €)

Vielseitig einsetzbar für die meisten betriebswirtschaftlichen Themen (z.B. Marketing, Strategie, Controlling, allgemeine betriebswirtschaftliche Beratung)

Ihr Gründercoach in Aachen

Markus Selders

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Interview mit einem gescheiterten Existenzgründer

FOCUS Online berichtet unter dem Titel „Vom Gründer zum Hartz-IV-Empfänger“ heute über Sascha Suden, der die Geschichte seines Scheiterns nun in einem Buch vermarktet. Im Interview erzählt der mit einem Einzelhandelsgeschäft für Blumen, Möbel und Accessoires in Berlin gescheiterte Existenzgründer über die Gründe für den Misserfolg. Dabei sind einige Punkte, die ich aus meiner Beratungspraxis als „typische Fehler“ bezeichnen würde.

Fehler Leichtgläubigkeit und übertriebene Euphorie

Eine positive Einstellung zur Selbständigkeit ist wichtig und für den Erfolg unabdingbar. Damit geht immer einer gewisse Euphorie einher. Dennoch sollten Sie als Existenzgründer nie die Risiken außer Acht lassen und unbedingt die kaufmännische Seite genau durchrechnen. Auch und gerade dann, wenn Sie eher der kreative Typ sind. Als Unternehmer sind Sie für alle kaufmännischen Entscheidung alleine verantwortlich.

Seien Sie deshalb stets kritisch. Gegenüber Ihren eigenen Ideen und vor allem gegenüber den Angeboten, die Sie erhalten. Es kling banal, aber unterschreiben Sie niemals etwas, dass nicht gelesen oder vollständig verstanden haben!

Fehler bei der Finanzierungs- und Kapitalbedarfsplanung

Liquidität ist oberstes Gebot! Als Unternehmer müssen Sie jederzeit in der Lage sein, Ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Dabei unterscheidet sich die Liquiditätssituation eines Unternehmens manchmal deutlich von der Ertragslage.

Sollte Ihnen das jetzt kompliziert erscheinen, lassen Sie sich beraten. Und verlangen Sie von Ihrem Berater, dass er Ihnen den Unterschied erklärt. Schließlich hängt Ihre Existenz davon ab, nicht die Ihres Beraters.

Zu geringe Liquiditätspolster

Wenn Ihr Businessplan von Anfang an „auf Kante genäht“ ist und Sie keine Liquiditätspolster eingeplant haben, überdenken Sie Ihr vorhaben noch einmal. Herr Suden hat recht, wenn er im Interview jedem Gründer empfiehlt, seinen Lebensunterhalt mindestens ein halbes Jahr ohne Entnahmen aus dem Unternehmen finanzieren zu können. Ich kann ihm nur zustimmen, mit Fehlern die an dieser Stelle gemacht werden, beginnt für viele Jungunternehmer die Krise bereits mit der Existenzgründung.

Holen Sie sich professionelle Hilfe

Sie wollen Ihren Kunden ein professionelles Produkt oder eine professionelle Dienstleistung anbieten? Sie sind gut in der Sache, haben aber noch keine unternehmerische Erfahrung? Dann empfehle ich Ihnen, auf jeden Fall professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Mit den Beratungszuschüssen aus den Förderprogrammen für Existenzgründer und Jungunternehmer ist diese professionelle Hilfe sicher günstiger als Sie denken. Und auf jeden Fall günstiger als die Folgen von unprofessionellem Handeln.

Lassen Sie uns darüber sprechen, ich unterstütze Sie gerne! Sie erreichen mich unter: (0241) 435 59 38 oder Markus.Selders@beraten-und-umsetzen.de

Ihr Unternehmensberater in Aachen

Markus Selders

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Gründungen aus der Arbeitslosigkeit sind erfolgreicher als erwartet

Notgründungen leben lange“ berichtet impulse.de heute und nimmt Bezug auf eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und des Instituts für die Zukunft der Arbeit (IZA). Demnach sind gut 70 Prozent aller Gründer, die mit Hilfen der Arbeitsagentur starteten, nach fünf Jahren noch am Markt – eine beachtliche Quote.

Nur wenige Gründungen aus der Arbeitslosigkeit sind reine Notgründungen

Nur zwölf Prozent sind sogenannte „reine Notgründungen“. 16 Prozent der Arbeitslosen werden ausschließlich von „positiven Gründungsmotiven“ geleitet – zum Beispiel durch die Entdeckung einer Marktlücke. Bei 72 Prozent aller Gründer aus der Arbeitslosigkeit spielt wenigstens ein positives Gründungsmotiv eine Rolle.

Forscher fordern mehr Marktorientierung

Die Forscher fordern die Arbeitsagenturen laut impulse.de auf, von angehenden Unternehmern mehr Konzentration auf den Markt zu verlangen – eine Einschätzung, die ich nur unterschreiben kann. Aus meiner Erfahrung heraus sind die Thema Marktstrategien und Marketing die größten Herausforderungen – sowohl vor als auch nach der Gründung.

Beratungszuschüsse nutzen

Darum empfehle ich allen Gründern, die staatlichen Angebote für die Beratungsförderung intensiv zu nutzen, um gemeinsam mit einem Fachmann an diesen wichtigen Themen zu arbeiten. Vor der Existenzgründung hilft das Beratungsprogramm Wirtschaft NRW. Im ersten Jahr nach der Gründung werden Gründer, die Gründungszuschuss oder Einstiegsgeld erhalten, mit dem Gründercoaching Deutschland sogar besonders gefördert: Sie erhalten 90% Zuschuss und müssen diesen auch nicht vorfinanzieren!

Nutzen Sie diese Angebote, damit auch Ihr Unternehmen in fünf Jahren gesund dasteht!

Ihr Unternehmensberater

Markus Selders

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Wann ist ein Businessplan erfolgreich?

Wann hat ein Businessplan sein Ziel erreicht?Die Frage, was einen guten Businessplan ausmacht und welches Ziel mit einem Businessplan verfolgt werden sollte, ist nicht neu. Vor einiger Zeit hatte ich hier im Blog schon einmal einen Beitrag zu Businessplänen für die Bank oder für die Agentur für Arbeit geschrieben.

Zweifelhafte Businesspläne

Doch in letzter Zeit habe ich einige Businesspläne gesehen, bei denen auf den ersten Blick offensichtlich war, dass der Existenzgründer mit diesen Zahlen keine tragfähige Existenz aufbauen kann bzw. dass sie grobe Fehler enthielten. Dabei waren diese Pläne mit „Tragfähigkeitsbescheinigungen“ versehen oder wurden teilweise gar mit externer Hilfe erstellt. Verschiedene Arbeitsagenturen hatten diese Pläne begutachtet und einen Gründungszuschuss genehmigt. Aus Gesprächen mit Kollegen weiß ich, dass dies leider nicht nur Einzelfälle sind.

Ein Gefälligkeitsgutachten bringt Sie nicht weiter

Gelegentlich höre ich dann, dass der Steuerberater der Familie mehr oder weniger aus Gefälligkeit den Businessplan erstellt oder die Tragfähigkeitsbescheinigung ausgestellt hat. „Diese Zahlen sind ja nur für die Agentur für Arbeit gedacht!“, sagen die Gründer dann meist. Zahlen für sich selbst haben diese frisch gestarteten Jungunternehmer jedoch meist nicht, da der Zeit- und Kostenaufwand so gering wie möglich gehalten wurde. Oft bleibt jedoch ein ungutes Gefühl, dass das Geschäft doch nicht so gut anläuft wie gedacht.

Die Bank prüft strenger

Wird für eine Gründung zusätzliches Kapital benötigt, kommt meist noch eine Bank ins Spiel. Diese prüft einen Businessplan nach meiner Erfahrung schon aus eigenem Interesse genauer. Dennoch kann auch hier nicht das einzige Ziel darin bestehen, einen Kredit zu bekommen. Ein solcher Businessplan ist für mich erst dann erfolgreich, wenn Sie den Kredit mit Ihrem Unternehmen auch zurückzahlen können.

Investieren Sie Zeit und Geld

Am Businessplan zu sparen ist sicher einer der ersten Fehler, den Sie als angehender Unternehmer machen können. Dies bezieht sich sowohl auf Ihren persönlichen Einsatz als auch auf die Kosten für eine qualifizierte Beratung.

Engagieren Sie keinen Berater, der einen Businessplan für Sie erstellt, ohne mit Ihnen intensiv über Ihr Vorhaben zu diskutieren und ohne mit Ihnen die Details des Plans zu besprechen. Sie müssen am Ende Ihren Plan in jeder Hinsicht verstehen. Mit weniger sollten Sie sich nicht zufrieden geben.

Einen solchen Businessplan zu erstellen, erfordert Zeit. Auf Ihrer Seite und auf der Seite Ihres Beraters. Auch wenn hohe Kosten kein Garant für eine hohe Beratungsqualität sind, so können Sie davon ausgehen, dass bei einem sehr niedrigen Preis die notwendige Zeit für eine intensive Auseinandersetzung mit Ihrem Gründungsvorhaben fehlt.

Deshalb mein Appell an Sie: Sparen Sie beim Businessplan nicht am falschen Ende, schließlich hängt Ihre zukünftige Existenz davon ab!

Ich unterstütze Sie gerne und intensiv bei der Erstellung Ihres individuellen Businessplans. Meist ist ein 50-Prozent-Zuschuss für die Erstellung des Businessplans möglich.

Ihr Existenzgründungsberater

Markus Selders

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