Wie genau darf Planung sein?

Gemeinhin gilt: Je genauer und präziser die Planung, desto besser. Doch stimmt das wirklich? Ist eine genauere Planung automatisch auch eine bessere Planung? Oder gibt es Grenzen, ab denen mehr Genauigkeit mehr schadet als nützt?

Sinn und Zweck von Planung

Zunächst einmal: Planung ist kein Selbstzweck! Planung soll uns helfen, die Zukunft zu gestalten. Wir planen Aktionen, Ziele und Ergebnisse. Wir planen also, weil wir etwas erreichen wollen.

Prognosen als Basis der Planung

Meist treffen wir dabei Annahmen über die Rahmenbedingungen und machen Prognosen. Und diese Prognosen sind – zumindest im Geschäftsleben – meist mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Die Basis unserer Planung ist also unsicher.

Scheingenauigkeiten in der Planung

Die Unsicherheit in Prognosen ist jedoch nicht immer erkennbar. Meist steht am Ende einer Prognose eine einzelne Zahl: Marktvolumen, Branchenumsatz oder ähnliches. Jetzt multiplizieren wir eine solche Zahl mit dem prognostizierten Marktanteil und kalkulieren ggfs. noch den zu erwartenden durchschnittlichen Verkaufspreis ein. Fertig ist die Umsatzprognose. Diese präzise Zahl basiert im Grunde auf vielen verschiedenen und unterschiedlich sicheren Einzelschätzungen. Die Unsicherheiten in diesen Schätzungen werden jedoch meist nicht weiter beachtet – unsere Planung ist also nur scheinbar genau.

Komplexität durch detaillierte Planung

Nun könnte man einwenden, dass der durchschnittliche Verkaufspreis der falsche Wert ist und einzelne Verkaufspreise für unterschiedliche Kundengruppen mit in die Planung einbeziehen. Natürlich muss man für diese Kundengruppen auch den jeweiligen Absatz schätzen. So lässt sich die Planung immer weiter verfeinern. Irgendwann wird sie jedoch so komplex werden, dass Änderungen nur noch mit extrem hohem Aufwand möglich sind und es schwer wird, den Überblick zu behalten. Das, was wir eigentlich erreichen wollen, gerät dabei allzu oft in den Hintergrund.

Zu detaillierte Planung kann die falschen Ideen fixieren

Wenn die Planung erst einmal so komplex geworden ist, fällt es schwer sie zu ändern. Vielleicht lässt sich noch ein Feintuning vornehmen. Bei Abweichungen vom Plan wird dann steuernd eingegriffen, um wieder auf den geplanten Weg zu kommen. Die Frage, ob der Weg noch der Richtige ist, wird gerade bei besonders komplexen Plänen nur noch selten gestellt.

Fehlende Flexibilität: Planwirtschaft entsteht

Wenn wir unsere – unsichere – Zukunft bis ins letzte Detail planen, nehmen wir uns Flexibilität. Unsere Handlungsspielräume werden durch einen Detailplan eingeengt. Wir können – oder wollen – nicht mehr auf sich ändernde Rahmenbedingungen reagieren. Planwirtschaft ist die Folge – und dass diese nicht funktioniert, wissen wir aus Erfahrung.

Kriterien für gute Planung

Doch was macht gute Planung nun aus? Ich behaupte, gute Planung ist so detailliert wie nötig und so flexibel wie möglich. Eine gute Planung berücksichtigt darüber hinaus verschiedene Szenarien und Optionen, statt ein einzelnes Szenario bis ins letzte Detail durchzuplanen. Sie gibt eine Richtung vor und bildet sozusagen die Leitplanken mit Spielräumen für Sie und Ihre Mitarbeiter. Spielräume für neue Ideen, Verbesserungen und Reaktionen auf den Markt.

Ihr Unternehmensberater für Strategie und Marketing im Mittelstand

Markus Selders

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Nominierter Gründer Michael Güllich präsentiert bei der Zwischenprämierung von AC² den LimbIC Chair

Michael F. Bayer, Geschäftsführer der Gründerregion Aachen, testet den LimbIC Chair

Michael F. Bayer, Geschäftsführer der Gründerregion Aachen, testet den LimbIC Chair

Mit dem Konzept der Einführung des vom Schweizer Neurologen Dr. med. Patrik Künzler entwickelten LimbIC Chairs in den Europäischen Markt war Michael Güllich auf der AC²-Zwischenprämierung gestern Abend unter den für einen Preis nominierten Teilnehmern. Der von mir als Mentor betreute Existenzgründer überraschte die Besucher der Veranstaltung im Haus der StädteRegion Aachen mit der Vorführung von zwei LimbIC Chairs.

Viel Interesse für den LimbIC Chair

Vor- und nach der Preisverleihung nahmen viele Teilnehmer die Möglichkeit wahr, die vollkommen neue Bewegungsfreiheit beim Sitzen selbst zu erfahren. Die meisten hatten sichtlich Spaß dabei und waren begeistert von dem neuen „Stuhl“, bei dem man nicht mehr auf einer starren Sitzfläche sondern auf zwei frei beweglichen Sitzschalen sitzt.

Individuelle Anpassung auf den Käufer

Die Sitzschalen bestehen aus Carbon und werden individuell auf den Käufer angepasst. So sitzen sie wie angegossen und vermitteln so nach einer kurzen Eingewöhnung ein Gefühl von Kontrolle und Sicherheit über die vielen möglichen Bewegungen. Wie vielfältig die Bewegungsmöglichkeiten sind, zeigt dieses Video auf den Berenberg Snow-Polo 2011 in Klosters, wo der Stuhl ebenfalls vor kurzem vorgestellt wurde.





Ich selbst hatte schon im Vorfeld zur gestrigen Veranstaltung die Möglichkeit, mich vom LimbIC Chair zu überzeugen und freue mich schon auf die Verfeinerung des Konzepts für die Endausscheidung.

Ihr Existenzgründungsberater in Aachen

Markus Selders

PS: Mehr zum LimbIC Chair finden Sie unter  www.inno-motion.com.

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Zwischenprämierung im Gründerwettbewerb AC² der Gründerregion Aachen

Im diesjährigen Gründerwettbewerb von AC² gründen und wachsen findet morgen die Zwischenprämierung statt. 20 Gründer(-teams) und ihre Grob-Geschäftspläne wurden nominiert, 10 davon dürfen sich morgen über ein Preisgeld von jeweils 1.000 € freuen.

Veranstaltungsort- und Zeit der Zwischenprämierung

  • Datum und Uhrzeit:
    Dienstag, 1. Februar 2011, 18:00 Uhr (Einlass ab 17:30 Uhr)
  • Ort:
    Haus der StädteRegion Aachen, Zollernstraße 10, 52070 Aachen im „Medienrau
  • Weitere Informationen:
    www.gruenderregion.de

Ihr Existenzgründungsberater in Aachen

Markus Selders

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Vortrag zum Thema Branche und Markt im Rahmen des Aachener Gründerwettbewerbs AC²

Wie gehe ich bei der Analyse meiner zukünftigen Branche strukturiert vor? Wie sieht es mit Wettbewerbern aus und wie bilde ich Marktsegmente und Zielgruppen? Woher bekomme ich die dazu erforderlichen Informationen? – Antworten auf Fragen wie diese werde ich im Vortrag Branche und Markt im Rahmen des von der Gründerregion Aachen veranstalteten Wettbewerbs AC² geben.

Termin und Ort des Vortrags „Branche und Markt“ im Wettbewerb AC² der Gründerregion Aachen:

  • Datum:
    23. November 2010
  • Uhrzeit:
    19:00 Uhr
  • Ort:
    IHK Aachen
    David-Hansemann-Saal, 1. Etage
    Theaterstraße 6-10
    52062 Aachen
  • Kosten:
    Die Veranstaltung ist für Teilnehmer des Gründerwettbewerbs AC² kostenlos.
  • Anmeldung:
    Bitte melden Sie sich für Veranstaltung direkt bei der Gründerregion Aachen an: info@gruenderregion.de

Im Anschluss an den Vortrag stehe ich selbstverständlich gerne für Fragen zur Verfügung. Ich freue mich darauf, vielleicht auch Sie dort zu treffen.

Ihr Existenzgründungsberater in Aachen

Markus Selders

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Liquidität vor Rentabilität

Eine alte Kaufmannsweisheit besagt „Liquidität vor Rentabilität“. Gemeint ist, dass ein Unternehmer stets in der Lage sein muss, seinen kurzfristigen Verbindlichkeiten nachzukommen. Andernfalls droht die Zahlungsunfähigkeit und damit das Aus der Firma.

Eine Liquiditätsreserve schützt vor Zahlungsunfähigkeit

Eine (großzügig bemessene) Liquiditätsreserve schützt vor der Zahlungsunfähigkeit und erhält dem Unternehmer Handlungsspielräume auch in schwierigen Zeiten. Leider ist die Liquiditätsreserve in vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen meist zu knapp bemessen. Auch Existenzgründer unterschätzen diese Position im Businessplan leider häufig.

Kredit, obwohl liquide Mittel vorhanden sind?

Daher ist es oftmals sinnvoll, zur Finanzierung einer Investition auch dann einen Kredit aufzunehmen, wenn sich die Investition aus den liquiden Mitteln des Unternehmens finanzieren ließe. Eine Ursache dafür ist, dass Banken bei Investitionsentscheidungen meist bessere Konditionen bieten als bei einer Krisenfinanzierung.

Bricht der Umsatz nach einer solchen Investition zum Beispiel unerwartet ein, müssen laufende Kosten wie Gehälter und Miete trotzdem weiter gezahlt werden. Wenn die Liquiditätsreserve für die Investition aufgebraucht wurde, wird es nun eng.

Fazit

Sinkt in einem Unternehmen (vorübergehend) die Rentabilität, wird das eingesetzte Kapital nicht mehr angemessen verzinst und unter Umständen fällt auch der Unternehmerlohn geringer aus. Das ist unangenehm aber meist zu verkraften.

Gerät ein Unternehmen in ernsthafte Liquiditätsprobleme, kann dies das vollständige Aus für das Unternehmen bedeuten. Da dies in der Regel nicht so einfach zu verkraften ist, gilt die alte Kaufmannsweisheit „Liquidität vor Rentabilität“ auch heute noch.

Ihr Unternehmensberater in Aachen

Markus Selders

PS: Wenn Sie Hilfe bei der Planung und beim Management Ihrer Liquidität benötigen, rufen Sie mich unter (0241) 435 59 38 an. Ich helfe Ihnen gerne!

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