„Die ganz andere Art, ein Unternehmen zu gründen” und „Von der Lust, ein Entrepreneur zu sein” lauten die Untertitel zu Günter Faltins Buch „Kopf schlägt Kapital”. Erfreulich angenehm zu lesen beschreibt der Professor der Freien Universität Berlin, dass nicht die Zahlen und Excel-Tabellen im Businessplan die wahren Erfolgskriterien sind.
Existenzgründer sollten an der Idee feilen
Die Arbeit an der Geschäftsidee oder wie er es nennt am „Entrepreneurial Design” werde in der Praxis zu häufig vernachlässigt, schreibt Faltin. Eine These, die ich aus meiner Praxis als Berater durchaus unterschreiben kann. Existenzgründer liefern – unterstützt durch Businessplan-Vorlagen und Businessplan-Ratgeber – auf den Cent genaue Prognosen zu Umsatz und Kosten, während wesentliche Fragen wie „Was ist mein Wettbewerbsvorteil?” und „Welchen echten (Zusatz-)Nutzen stifte ich meinen Kunden?” schwammig oder gar unbeantwortet bleiben.
Existenzgründung aus dem Baukasten
Faltin macht auch Schluss mit dem Mythos, dass Existenzgründer zwingend einen 14-Stunden-Tag haben und alles „selbst und ständig” machen müssen (s. auch: Der Unternehmer als Engpass). Er beschreibt, wie man mit Hilfe von externen Dienstleistern von der Logistik bis zum Sekretariat vieles auslagern kann. Dadurch wird der Gründer entlastet und das Unternehmen bleibt schlank, da viele Investition in Infrastruktur, Personal und Prozesse wegfallen. So sinkt der Kapitalbedarf und das Risiko bleibt gering.
Lesenswert nicht nur für Existenzgründer
Mir hat das Lesen dieses Buchs viel Freude bereitet, nicht zuletzt deshalb, weil es in kurze Blöcke gegliedert ist und damit auch als leicht zu lesende Lektüre für zwischendurch geeignet ist. Faltin – übrigens neben seiner Professur selbst Unternehmer – liefert viele Ideen und Denkanstöße, die nicht nur für Existenzgründer hilfreich sind.
Ihr Existenzgründungsberater aus Aachen










Unter http://www.entrepreneurship.de finden Gründungsinteressierte weitere Texte, Podcasts und Videos von Prof. Faltin.