Die Frage, was einen guten Businessplan ausmacht und welches Ziel mit einem Businessplan verfolgt werden sollte, ist nicht neu. Vor einiger Zeit hatte ich hier im Blog schon einmal einen Beitrag zu Businessplänen für die Bank oder für die Agentur für Arbeit geschrieben.
Zweifelhafte Businesspläne
Doch in letzter Zeit habe ich einige Businesspläne gesehen, bei denen auf den ersten Blick offensichtlich war, dass der Existenzgründer mit diesen Zahlen keine tragfähige Existenz aufbauen kann bzw. dass sie grobe Fehler enthielten. Dabei waren diese Pläne mit „Tragfähigkeitsbescheinigungen“ versehen oder wurden teilweise gar mit externer Hilfe erstellt. Verschiedene Arbeitsagenturen hatten diese Pläne begutachtet und einen Gründungszuschuss genehmigt. Aus Gesprächen mit Kollegen weiß ich, dass dies leider nicht nur Einzelfälle sind.
Ein Gefälligkeitsgutachten bringt Sie nicht weiter
Gelegentlich höre ich dann, dass der Steuerberater der Familie mehr oder weniger aus Gefälligkeit den Businessplan erstellt oder die Tragfähigkeitsbescheinigung ausgestellt hat. „Diese Zahlen sind ja nur für die Agentur für Arbeit gedacht!“, sagen die Gründer dann meist. Zahlen für sich selbst haben diese frisch gestarteten Jungunternehmer jedoch meist nicht, da der Zeit- und Kostenaufwand so gering wie möglich gehalten wurde. Oft bleibt jedoch ein ungutes Gefühl, dass das Geschäft doch nicht so gut anläuft wie gedacht.
Die Bank prüft strenger
Wird für eine Gründung zusätzliches Kapital benötigt, kommt meist noch eine Bank ins Spiel. Diese prüft einen Businessplan nach meiner Erfahrung schon aus eigenem Interesse genauer. Dennoch kann auch hier nicht das einzige Ziel darin bestehen, einen Kredit zu bekommen. Ein solcher Businessplan ist für mich erst dann erfolgreich, wenn Sie den Kredit mit Ihrem Unternehmen auch zurückzahlen können.
Investieren Sie Zeit und Geld
Am Businessplan zu sparen ist sicher einer der ersten Fehler, den Sie als angehender Unternehmer machen können. Dies bezieht sich sowohl auf Ihren persönlichen Einsatz als auch auf die Kosten für eine qualifizierte Beratung.
Engagieren Sie keinen Berater, der einen Businessplan für Sie erstellt, ohne mit Ihnen intensiv über Ihr Vorhaben zu diskutieren und ohne mit Ihnen die Details des Plans zu besprechen. Sie müssen am Ende Ihren Plan in jeder Hinsicht verstehen. Mit weniger sollten Sie sich nicht zufrieden geben.
Einen solchen Businessplan zu erstellen, erfordert Zeit. Auf Ihrer Seite und auf der Seite Ihres Beraters. Auch wenn hohe Kosten kein Garant für eine hohe Beratungsqualität sind, so können Sie davon ausgehen, dass bei einem sehr niedrigen Preis die notwendige Zeit für eine intensive Auseinandersetzung mit Ihrem Gründungsvorhaben fehlt.
Deshalb mein Appell an Sie: Sparen Sie beim Businessplan nicht am falschen Ende, schließlich hängt Ihre zukünftige Existenz davon ab!
Ich unterstütze Sie gerne und intensiv bei der Erstellung Ihres individuellen Businessplans. Meist ist ein 50-Prozent-Zuschuss für die Erstellung des Businessplans möglich.
Ihr Existenzgründungsberater
Markus Selders










Was für Existenzgründungen und größere Unternehmen selbstverständlich ist, ist bei kleinen und mittelständischen Unternehmen noch längst nicht die Regel: Eine integrierte Planung von Umsatz, Kosten, Gewinn und Liquidität.
Wissen Sie genau, welche Produkte wie viel zu Ihrem Geschäftserfolg beitragen? Welche Kunden Ihnen Gewinn bringen und welche Ihnen vielleicht sogar Verluste bescheren? Wenn nein, sollten Sie weiterlesen.