Blog des Aachener Unternehmensberaters Dr. Markus Selders. Er ist Geschäftsführer der Aachener Unternehmensberatung B&U Beraten und Umsetzen GmbH und berät den Mittelstand und Existenzgründer im Raum Aachen – Köln – Düsseldorf. Schwerpunkte sind Marketing, Strategie und E-Commerce.

Archiv für Mai 2009

Der Businessplan für die Bank

Samstag, 30. Mai 2009

“Ich brauche einen Businessplan, um damit zur Bank zu gehen.” – “Das Arbeitsamt verlangt einen Businessplan für die Förderung von mir.” – Solche Anfragen bekomme ich gelegentlich und meistens suchen diese Existenzgründer jemanden, der möglichst günstig einen Businessplan für sie erstellt, den sie bei der Bank oder der Agentur für Arbeit einreichen können.

Ein Businessplan nicht nur für die Bank

“Einen Businessplan brauchen sie nicht nur für die Bank oder Agentur für Arbeit. Einen Businessplan brauchen sie vor allem für sich selbst.” Das ist meine Standardantwort bei solchen Anfragen. Für viele hat sich ihre Anfrage damit erledigt. Sie sehen ihren Businessplan als lästiges Übel und nicht als solide Planung für ihre eigene Sicherheit. Doch eine Bank oder die Agentur für Arbeit fordert einen Businessplan nicht ohne Grund. Natürlich hilft er ihnen, das Gründungsvorhaben besser zu beurteilen. Aber sie wissen auch, dass angehende Unternehmer von der Businessplanung selbst profitieren.

Gute Gründe für einen sorgfältig erstellten Businessplan

  • Im Prozess der Planung konkretisieren Sie Ihre Vorstellungen. Wenn Sie Dinge nicht einfach niederschreiben können, sind sie oftmals einfach noch nicht “zu Ende gedacht”. Das könnte sich nach der Existenzgründung böse rächen.
  • Der Businessplan hilft Ihnen, Ihr Vorhaben mit anderen zu diskutieren und so wertvolle Tipps und Hinweise auf mögliche Risiken zu bekommen.
  • Ihr Businessplan weist Ihnen in der turbulenten Zeit nach der Existenzgründung den Weg im Tagesgeschäft.
  • In Ihrem Businessplan halten Sie Ihre Ziele fest, mit denen Sie in Ihr Vorhaben hineingehen. Er hilft Ihnen daher auch, Abweichungen zu erkennen. So können Sie, wenn nötig, die Richtung korrigieren.

Tipps für Ihren Businessplan

  • Schreiben Sie Ihren Businessplan in erster Linie für sich und erst ein zweiter Linie für die Bank oder die Agentur für Arbeit.
  • Schreiben Sie Ihren Businessplan unbedingt selbst.
  • Nehmen Sie professionelle Hilfe in Anspruch, wenn Sie nicht weiterkommen. Suchen Sie jemanden, der Ihnen beim Schreiben Ihres Businessplans hilft, nicht jemanden, der ihn für Sie schreibt.
  • Planen Sie ausreichend Zeit ein. Ihr Businessplan muss reifen.
  • Halten Sie Ihren Businessplan nicht geheim. Geben Sie Ihn (kompetenten) Freunden und Bekannten zum lesen. Nehmen Sie Kritikpunkte ernst, insbesondere wenn Passagen nicht verstanden werden.
  • Geben Sie Ihren Businessplan ggfs. auch einem Profi zur Überprüfung. Die Kosten halten sich meist in Grenzen und sind gut investiert. Denn so erhalten Sie qualifiziertes Feedback.

Wenn Sie diese Tipps beherzigen, erhöhen Sie die Chance auf den Erfolg Ihrer Existenzgründung deutlich. Und genau das ist das wahre Ziel eines Businessplans.

Ihr Existenzgründungsberater

Markus Selders

Kleine und mittelständische Unternehmen setzen auf E-Commerce

Dienstag, 26. Mai 2009

Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen erwarten durch den Online-Handel deutlich steigende Umsätze und setzen verstärkt auf diesen Vertriebskanal. Dies berichtet gestern die Internet World Business und beruft sich auf eine Telefonbefragung von Sage Software.

Jedes sechste Kleinunternehmen betreibt E-Commerce

13,8 % der 375 befragten kleinen und mittelständischen Unternehmen betreiben einen eigenen Online-Shop. Damit erwirtschaften sie im Schnitt fast ein Drittel (32 %) ihres Umsatzes. Mittelständler und Kleinunternehmer, die auf E-Commerce setzen, sehen die Zukunft dieses Vertriebskanals darüber hinaus positiv (44 %) oder sogar sehr positiv (21 %).

Wichtig für den Einstieg ins E-Commerce: Ein kompetenter Partner

Beim Einstieg in den Online-Handel sind jedoch einige Hürden zu überwinden. Dies beginnt schon bei der Zusammenstellung des Sortiments für den Online-Shop und geht weiter mit der Auswahl und Implementierung des Shop-Systems. Zahlungsmöglichkeiten, Suchmaschinen-Optimierung, Suchmaschinen-Marketing, Versand und Retouren-Handling sind weitere Stichworte.

Hier ist es gut, einen Partner zu haben, der umfassend beraten und umsetzen kann. Einen Partner, der sowohl im Mittelstand als auch im Online-Handel zuhause ist.

Seien Sie sorgfältig bei der Auswahl und lassen Sie sich nicht von allzu hoch gegriffenen Versprechungen blenden. Auch wenn die Aussichten gut sind, ein Einstieg ins E-Commerce ist für kleine und mittelständische Unternehmen harte Arbeit und der Erfolg im Online-Handel kommt nicht von alleine.

Existenzgründung ohne solides Geschäftsmodell?

Montag, 25. Mai 2009

1,3 Millionen Dollar am Tag oder 470 Millionen Dollar im Jahr – so hoch ist der Verlust, den Google mit YouTube macht. Das berichtet André Vatter im Basic Thinking Blog mit Bezug auf die Liste der 10 größten Technik-Flops des vergangenen Jahrzents des Time Magazines. Der Grund: Es ist YouTube immer noch nicht gelungen, ein funktionierendes Geschäftsmodell aufzubauen.

Für Existenzgründer wichtiger denn je: Ein funktionierendes Geschäftsmodell

Im Geschäftsmodell legen Existenzgründer unter anderem fest, woher und wann die Einnahmen des Unternehmens kommen sollen. Diesen Teil sollten Existenzgründer besonders ernst nehmen. Durch die Wirtschaftskrise prüfen Kapitalgeber die Geschäftsmodelle von Existenzgründungen derzeit besonders kritisch. Dies ist nicht nur Nachteil, sondern auch Schutz für die Gründer. Denn ein schwaches oder riskantes Geschäftsmodell trifft mit seinen Verlusten letztlich auch den Existenzgründer selbst.

Seien Sie kritisch mit Ihrem Geschäftsmodell

Stellen Sie Ihr Geschäftsmodell Außenstehenden vor. Seien Sie besonders kritisch, wenn Sie den Eindruck bekommen, dass niemand das Potenzial Ihrer Geschäftsidee verstehen will. Natürlich gibt es die Ausnahmen, die entgegen aller Prognosen riesige Erfolge erzielen konnten. Über sie wird regelmäßig in der Presse berichtet, über die vielen anderen, die auf diesem Weg gescheitert sind, jedoch nicht.

Geschäftsmodell und Business-Plan sind Fleißarbeit

Arbeiten Sie sorgfältig und sammeln Sie Informationen, wenn Sie an Ihrem Geschäftsmodell feilen. Schreiben Sie es nieder, egal wie klein Ihre Existenzgründung ist. Nehmen Sie das Geschäftsmodell mit in Ihren Business-Plan auf. Nehmen Sie Hilfen wie Beratungsförderung für Existenzgründer in Anspruch und seien Sie offen für Kritik. Bleiben Sie mit Ihren Ertragserwartungen auf dem Teppich und rechnen Sie auch durch, ob Ihr Geschäftsmodell auch in einem pessimistischen Szenario noch funktioniert.

Der Aufwand lohnt sich, denn mit einem solide ausgearbeiteten Geschäftsmodell sind auch in der aktuellen Wirtschaftskrise erfolgreiche Existenzgründungen möglich. Sowohl “online” als auch “offline”.

Die Website-Navigation entscheidet: Top oder Flop

Montag, 25. Mai 2009

Die Navigation einer Website ist ein entscheidendes Kriterium für ihren Erfolg. In unseren Website-Projekten geht daher schon lange ein großer Teil des Aufwands in das inhaltliche Konzept und der daraus folgenden Navigationsstruktur. TNS Emnid hat nun im April im Auftrag der Stiftung barrierefrei kommunizieren 1000 Internetnutzer zum Thema befragt.

Eine unverständliche Navigation führt zu Ausstiegen

52% der Befragten haben demnach schon häufiger eine Website vorzeitig verlassen, weil die Inhalte unverständlich dargestellt waren. 35% davon stiegen aus, weil die Navigation zu schwierig war. Bei Personen über 60 lag die Rate der Aussteiger mit 63% sogar noch deutlich höher. Im Bereich des Online-Shoppings haben 50% der Befragten schon einmal einen Onlineshop verlassen, weil die Benutzerführung zu kompliziert war.

Wohlgemerkt: Es handelt sich um eine repräsentative Befragung von deutschen Internetnetnutzern und die Zahlen beziehen sich nicht nur auf Menschen mit Behinderungen. Die Befragung zeigt, dass Barrieren bei der Navigation für fast alle Internetnutzer hinderlich sind.

So erarbeiten wir eine Navigationsstruktur

Wie bereits gesagt, investieren wir in unseren Website-Projekten viel Zeit in die Entwicklung des Inhalts und des Navigationskonzepts. Gemeinsam mit unseren Kunden beantworten wir dazu folgende Fragen:

  • Welche Inhalte sollen dem Besucher präsentiert werden?
  • Welche Ziele werden damit verfolgt?
  • Wie lassen sich diese Inhalte sinnvoll strukturieren?
  • Welche Inhalte erwartet der Besucher?
  • Welche Navigationsstruktur erwartet der Besucher aus seiner Sicht?

Tipps für eine gute Website-Navigation

Aus unserer Erfahrung heraus möchte ich Ihnen einige Tipps für Ihre Website-Navigation geben: (weiterlesen…)

Google-AdWords-Kosten senken mit ausschließenden Keywords

Freitag, 22. Mai 2009

Internet-Marketing-Berater Markus Selders ist Google Advertising ProfessionalVerwenden Sie in Ihren Google-AdWords-Kampagnen Keywords mit der Einstellung „weitgehend passend“? Das ist die Standardeinstellung bei Google AdWords. Sie sorgt dafür, dass Ihre Anzeigen auch dann eingeblendet werden, wenn der Benutzer noch weitere oder ähnliche Begriffe eingibt. So müssen Sie nicht alle theoretisch möglichen Keyword-Kombinationen in Ihren Anzeigengruppen berücksichtigen.

Nicht zahlungsbereite Besucher drücken die Kampagnen-Effizienz

Angenommen, Sie bieten auf Ihrer Homepage eine Dienstleistung an. In unserem Fall z.B. die Erstellung von Businessplänen für Existenzgründer. Das Keyword „Businessplan“ liegt dann nahe. Doch viele Existenzgründer möchten keine Beratung in Anspruch nehmen und suchen nach „Businessplan Vorlage“ oder „Businessplan kostenlos“. Sie klicken auf die Anzeige und verursachen Kosten, obwohl schon ihre Suchanfrage verrät, dass sie keinen Kunden werden möchten.

Ausschließende Keywords reduzieren die AdWords-Kosten

Mit ausschließenden Keywords können Sie verhindern, dass Ihre Anzeige in solchen Fällen eingeblendet wird Sie können ausschließende Keywords auf der Ebene Ihrer AdWords-Kampagnen oder auf der Ebene Ihrer Anzeigengruppen vergeben. Ausschließende Keywords auf Kampagnen-Ebene wirken global für alle Anzeigengruppen. Gute Beispiele sind „kostenlos“, „umsonst“, „gratis“ oder auch „billig“. Auf der Ebene der Anzeigengruppe lassen sich speziellere Keywords ausschließen.

Es lohnt sich also, sich näher mit dem Thema ausschließende Keywords zu beschäftigen. Die Google-AdWords-Hilfe bietet hier ausführliche Informationen. Oder Sie beauftragen eine Google-AdWords-Agentur mit der Optimierung Ihrer AdWords-Kampagnen.



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