Blog des Aachener Unternehmensberaters Dr. Markus Selders. Er ist Geschäftsführer der Aachener Unternehmensberatung B&U Beraten und Umsetzen GmbH und berät den Mittelstand und Existenzgründer im Raum Aachen – Köln – Düsseldorf. Schwerpunkte sind Marketing, Strategie und E-Commerce.

Frühzeitig planen, damit es nicht zum Liquiditätsengpass kommt

2. September 2010 von Dr. Markus Selders

Wie sieht Ihre Liquidität in sechs Monaten aus? Wie lange reichen Ihre liquiden Mittel, wenn keine Einnahmen mehr fließen würden? Welche (vorhersehbare und unvorhersehbare) Zahlungen können Sie ohne größere Probleme wegstecken?

Fehlende Planung ist die häufigste Ursache für Liquiditätsengpässe

Wenn Sie auf diese Fragen keine Antworten kennen, stehen Sie nicht alleine da. Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass viele kleine und mittelständische Unternehmen das Thema Liquiditätsmanagement vernachlässigen. Dennoch ist genau die fehlende Transparenz über die Liquiditätsentwicklung eine häufige Ursache für ernsthafte Probleme.

Alarmsignal für einen drohenden Liquiditätsengpass: Das ständig überzogene Konto

Ein typisches Alarmsignal für einen drohenden Liquiditätsengpass ist ein ständig ausgeschöpfter Kontokorrentrahmen auf dem Geschäftsgirokonto. In der Praxis steht das Geschäftsgirokonto in vielen Betrieben übers Jahr gesehen mehr im Minus als im Plus. Oftmals wird ein Guthaben sofort wieder investiert.

Liquiditätsreserven schützen vor Engpässen

Dabei sollte ein gesundes Unternehmen über ausreichende Liquiditätsreserven verfügen, um auch unvorhergesehene Ereignisse oder eine – vorübergehende – Flaute problemlos zu überstehen, ohne dass es zu Engpässen kommt.

Liquidität macht frei

Wenn Sie bei einem Liquiditätsengpass zu Ihrer Hausbank müssen, ist Ihre Verhandlungsposition eher schlecht. Wenn Sie eine neue Investition tätigen wollen und über ausreichend liquide Mittel verfügen, ist Ihre Position deutlich besser. Und auch bei Ihren Lieferanten sind Sie mit Geld auf dem Konto in einer guten Verhandlungsposition. Da dort die Liquidität ebenfalls ein Thema ist, können Sie unter Umständen gute Rabatte aushandeln, wenn Sie sofort zahlen können.

Die Liquiditätsplanung

Zu Beginn der Liquiditätsplanung steht eine Analyse Ihrer aktuellen Situation. Sind liquide Mittel unnötig lange z.B. im Warenlager gebunden? Wie sind die Zahlungsziele bei Kunden und Lieferanten? Werden Sie eingehalten?

Nach der Bestandsaufnahme werden die Zahlen für die Zukunft geplant. Wie werden sich Umsätze, Mitarbeiterzahlen und andere laufenden Kosten entwickeln? Welche Auswirkungen hat das auf die Zahlungsströme im Unternehmen? Stehen Investitionen an? Wie werden diese finanziert?

Ergebnis der Planung ist ein Liquiditätsplan, der deutlich zeigt, ob zu jedem Zeitpunkt ausreichend liquide Mittel vorhanden sind. Idealerweise enthält er darüber hinaus verschiedene Szenarien, damit auch bei schlechter Geschäftsentwicklung kein Liquiditätsengpass entsteht.

Unterstützung bei der Liquiditätsplanung

Wenn Sie bei der Erstellung Ihrer Liquiditätsplanung Hilfe benötigen, rufen Sie mich unter (0241) 435 59 38 an. Ich unterstütze Sie gerne!

Ihr Unternehmensberater aus Aachen

Markus Selders

Unternehmensberatung im Handwerk – welche Ansatzpunkte gibt es?

23. August 2010 von Dr. Markus Selders

„Handwerk hat goldenen Boden“, sagt ein altes Sprichwort. „Da braucht ein Handwerker doch keinen Unternehmensberater“, könnte man denken. Doch auch im Handwerk nimmt die Konkurrenz zu und so ist auch wirklich gute handwerkliche Arbeit kein Garant für wirtschaftlichen Erfolg mehr. Wie kann nun ein Unternehmensberater helfen, im Handwerk dauerhaft erfolgreich zu sein?

Das wichtigste vorweg: Es gibt keine Patentrezepte! Ein guter Unternehmensberater wird daher immer den jeweiligen Betrieb genau unter die Lupe nehmen und gemeinsam mit dem Handwerksmeister die Situation analysieren und individuelle Maßnahmen erarbeiten. Themen einer solchen Beratung können zum Beispiel Strategieentwicklung und Marketingberatung sein.

Strategieentwicklung im Handwerk

Strategieentwicklung ist weit weniger kompliziert als das Wort vermuten lässt. Im Grunde geht es darum festzulegen, wo man sich im Markt positionieren will und wie man diese Positionierung erreichen will. Also um Fragen wie:

  • Wer sind meine (Ziel-)Kunden?
  • Arbeite ich als Subunternehmer, für Gewerbekunden oder für Privatkunden? Wie sollte ggfs. ein Mix aus diesen Kundengruppen aussehen?
  • Wie positioniere ich mich preislich?
  • Habe ich Kostenvorteile, Technologievorteile oder ähnliches?

Solche und ähnliche Fragen sind für die meisten Unternehmer und Handwerker nicht aus dem Stand zu beantworten. Ein guter Unternehmensberater wird diese Fragen mit Ihnen gemeinsam beantworten und auch die wirtschaftlichen Chancen und Risiken der gewählten Strategie mit Ihnen beleuchten. Damit Sie ein klares Ziel haben, auf das Sie hinarbeiten können.

Marketingberatung im Handwerk

Wenn die Strategie steht, wird das Marketing erheblich einfacher. Man kann aus der Strategie ableiten, welche Kundengruppen man mit welchen Argumenten ansprechen will. Daraus lassen sich zielgruppengerechte Maßnahmen bilden und schließlich umsetzen. Natürlich sollten alle Marketingmaßnahmen in einen Budget- und Zeitplan integriert werden, damit Sie wissen, was Sie Ihr Marketing wann kosten wird.

Marketing ist immer eine Investition in zukünftigen Umsatz und Gewinn. Daher muss Ihr Marketing auch dann funktionieren, wenn Ihre Auftragsbücher gerade voll sind. Ein guter, umsetzungsorientierter Berater wird Ihnen hier zur Seite stehen, Sie langfristig begleiten und Ihnen damit Arbeit abnehmen. Damit Sie sich voll und ganz auf das konzentrieren können, was Sie am besten können.

Unternehmensberatung ist für Handwerker förderfähig

Haben Sie diese beiden kleinen Beispiele neugierig gemacht? Dann wird es Sie vielleicht auch interessieren, dass sich die meisten Beratungen von kleinen und mittelständischen Handwerksbetrieben mit mindestens 50% Zuschuss zum Beraterhonorar fördern lassen. Ein Erstgespräch ist darüber hinaus für Sie kostenlos und unverbindlich.

Am besten rufen Sie mich unter (0241) 435 59 38 und wir reden persönlich darüber.

Ihr Unternehmensberater aus Aachen

Markus Selders

Bruttoinlandsprodukt mit Rekordzuwachs – sind Sie dabei?

13. August 2010 von Dr. Markus Selders

Der Aufschwung kommt. Unternehmensberater aus Aachen helfen Ihnen, daran teilzuhabenDas Statistische Bundesamt meldet heute, dass das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal einen Rekordzuwachs von 2,2 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal verzeichnet. Das ist eine gute Nachricht, aber sicherlich kein Grund, sich nun entspannt zurückzulehnen.

Den Aufschwung erarbeiten

Auch wenn der Aufschwung die für viele Unternehmen sehr schwierige Situation des letzten Jahres nun etwas abmildert, aus Sicht des einzelnen Unternehmens ist ein gesamtwirtschaftlicher Aufschwung noch kein Garant für individuellen Erfolg. Dieser hängt noch von vielen weiteren Faktoren ab.

Wie sind Sie im Wettbewerb aufgestellt?

Wenn Konsumenten mehr kaufen oder Dienstleistungen beauftragen, tun sie das bei dem Anbieter, der Ihre Bedürfnisse am besten erfüllt. Dazu müssen Sie den Anbieter am Markt erst einmal wahrnehmen. Viele Unternehmen haben in der Krise auch am Marketing gespart. Wenn sie diesen Sparkurs beibehalten, kann es passieren, dass der Aufschwung nun an ihnen vorbeizieht. Weil andere hier besser aufgestellt sind.

Wie wirkt sich der Aufschwung auf die Finanzierung aus?

Aufschwung bedeutet Aufträge. Und die müssen häufig vorfinanziert werden. Dies bedeutet, dass der Liquiditätsbedarf steigt. Viele Liquiditätspolster sind jedoch durch das letzte Jahr weitgehend aufgezehrt. Hier gilt es, den Engpass frühzeitig zu erkennen um rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Haben Sie den Aufschwung bemerkt?

Wenn der Aufschwung des letzten Quartals an Ihnen vorbei gegangen ist, sollten Sie sich Gedanken machen. Stimmt mein Waren- und Leistungsangebot? Spreche ich die richtigen Zielgruppen an? Investiere ich genug in Marketing und mache ich die richtigen Marketingmaßnahmen?

Lassen Sie uns diese Punkte gemeinsam anpacken! Damit der Aufschwung auch bei Ihnen ankommt.

Ihr Unternehmensberater aus Aachen

Markus Selders

Unseriöse Anbieter sorgen für schlechten Ruf der Unternehmensberater im Mittelstand

5. August 2010 von Dr. Markus Selders

Dass Unternehmensberater im Mittelstand nicht immer den besten Ruf haben, ist für mich nichts neues. Als seriöser Unternehmensberater muss ich bei Mittelständler oft Vorbehalte ausräumen, die andere zu verantworten haben. Schließlich ist der Begriff des Unternehmensberaters nicht geschützt und so darf sich jeder so nennen – unabhängig von der (vorhandenen oder nicht vorhandenen) Qualifikation.

Abofalle vom Unternehmensberater?

Gestern erreichte mich ein Fax von Herrn Dietmar Voigt vom „Wirtschaftsbüro Voigt & Partner“. Mit auf dem Briefbogen steht noch „Unternehmensberatung für Mittelstand, Freiberufler und Gewerbetreibende“.

Der Inhalt des Faxes? Ich möge doch bitte meine Adresse bestätigen, damit man mir des Steuerrundschreiben zusenden könne. Ach ja – dort wo man normalerweise Angaben wie Adresse, Handelsregisternummer usw. erwartet, findet sich noch ein Hinweis: „Senden Sie mir bitte das 8-seitige Rundschreiben für die nächsten 24 Monate von Voigt & Partner für 39 € netto je Faxausgabe.“

Bei solchen Faxen kann ich nachvollziehen, dass man als Unternehmensberater im Mittelstand nicht gerade das höchste Ansehen genießt. Unverlangt zugesandte Faxwerbung und dann noch mit einer Abofalle. Und zum Thema Steuern, das ja bekanntlich in das Aufgabengebiet der Steuerberater fällt. Deren Berufsbezeichnung ist geschützt und daher haben Sie es etwas einfacher mit dem Image.

Woran Sie einen seriösen Unternehmensberater erkennen

Ein guter Unternehmensberater kann Ihnen bei der Unternehmensführung helfen. Er wird sich auf seine Kompetenzen konzentrieren und keine Steuer- oder Rechtsberatung anbieten. Dazu gibt es Steuerberater und Rechtsanwälte, die Ihre Sache in der Regel sehr gut machen.

Bei mir z.B. ist ein ausführliches Erstgespräch für meine Kunden unverbindlich und kostenlos. Es dient dazu herauszufinden, ob Unternehmer und Berater zusammenpassen. Inhaltlich und persönlich.

Ein seriöser Unternehmensberater wird sich auch nach einem Erstgespräch ein genaues Bild von Ihrem Unternehmen oder Ihrem Gründungsvorhaben machen müssen. Das bedeutet meist, tief ins Geschäftsmodell vorzudringen, sich intensiv mit Themen wie Strategie, Marketing, Liquidität, Finanzierung und Organisation auseinanderzusetzen. Das erfordert Zeit und Arbeit. Daher wäre ich bei Kollegen, die schon im Erstgespräch das Blaue vom Himmel versprechen, etwas vorsichtig. Skeptisch wäre ich ebenfalls, wenn ein Unternehmensberater erst einmal Vorkasse verlangen würde, ohne vorher Leistung gezeigt zu haben.

Ausbildung und Mitgliedschaften in Verbänden und Organisationen können ein Hinweis auf seriöses Arbeiten sein. Ich bin z.B. für Förderprogramme wie das Beratungsprogramm Wirtschaft NRW oder das Gründercoaching Deutschland gelistet. Vor der Freischaltung wird dort die Qualifikation geprüft. Darüber hinaus bin ich im Netzwerk der Gründerregion Aachen aktiv. Wichtig ist jedoch auch hier, dass Qualifikation und Mitgliedschaften nur ein Hinweis sein können und kein Garant für Qualifikation oder Seriosität sind. Letztlich liegt die Entscheidung bei Ihnen und Ihrer Menschenkenntnis.

Ihr (seriöser) Unternehmensberater aus Aachen

Markus Selders

Ein kostenloser Businessplan kann ziemlich teuer werden

27. Juli 2010 von Dr. Markus Selders

Als Existenzgründer finden Sie im Internet viele günstige oder kostenlose Businessplanvorlagen. Ob für die Bank oder die Agentur für Arbeit – scheinbar existiert für fast jede Branche ein fertiger Plan im Netz.

Businesspläne nicht nur für Förderungen oder Kredite

Ich habe vor einiger Zeit schon einmal zu den Themen „Businessplan für die Bank“ und „Wann ist ein Businessplan erfolgreich?“ geschrieben, dass Ihr Businessplan erst dann erfolgreich war, wenn Sie Ihre Kredite auch zurückzahlen können. Lesen Sie doch dort einmal nach.

Für den Existenzgründungszuschuss reicht ein kostenloser Businessplan, oder?

Richtig ist sicherlich, dass bei Gründungen ohne Finanzierungsbedarf (meist reine Dienstleistungsgründungen) das Risiko erheblich geringer ist. Und Gründer wollen oftmals kein Geld und keine Zeit investieren, um Förderungen wie den Gründungszuschuss zu bekommen.

Ein Profi merkt jedoch sehr schnell, ob es sich um eine einfache Vorlage handelt oder ob eigene Überlegungen im Plan stecken. Und für die Strukturierung solch einfacher Businesspläne gibt es tatsächlich kostenlose (Software-)Unterstützung. Unter anderem auch das Softwarepaket des BMWIs.

Wichtiger als die Struktur des Businessplans: Das Geschäftsmodell

Doch mit der Strukturierung des Businessplans ist es nicht getan – auch wenn Fragen zu Gliederung und Formulierungen bei Existenzgründern häufig sind. Viel wichtiger als diese Struktur ist jedoch das darin abgebildete Geschäftsmodell.

Im Geschäftsmodell bestehen aus meiner Erfahrung heraus die meisten Schwächen in Businessplänen. Fragen wie die folgenden werden viel zu oft nicht schlüssig beantwortet:

  • Wie viel Umsatz wollen wir erzielen?
  • Wie wird sich der Umsatz im Zeitverlauf entwickeln?
  • Wo kommen die Kunden her?
  • Wie hoch ist die Marge?
  • Wie hoch sind die Fixkosten?
  • Wo sind die größten Risiken verborgen?

Der Businessplan für den Unternehmer

Dabei sind es gerade diese Fragen, die über Erfolg oder Misserfolg bei der Existenzgründung entscheiden. Auch wenn Sie keine große Finanzierung aufnehmen müssen, Sie investieren Ihre Zeit und ggfs. auch die Zuschüsse zum Beispiel von der Agentur für Arbeit. Diese sind zeitlich begrenzt und wenn sie ausgelaufen sind, müssen Sie als Unternehmer auf eigenen Beinen stehen können.

Beratung nicht nur für den Businessplan

Deshalb empfehle ich jedem Gründer, sich vor und nach der Gründung kompetent beraten zu lassen. Nutzen Sie das Beratungsprogramm Wirtschaft NRW und das Gründercoaching Deutschland um Ihr Geschäftsmodell zu planen. Sie erhalten bis zu 90% Zuschuss zum Beraterhonorar – damit wird kompetente Beratung für jeden Gründer bezahlbar. Vor allem im Vergleich zu hohen Kreditbelastungen oder Umsatzausfällen – mit denen Sie einen kostenlosen Businessplan oftmals teuer bezahlen.

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Markus Selders



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